29.03.2004 | 13:03

Krankenhaus Krems baut gastroenterologische Station auf

Verbesserte Versorgung für Magen-, Darm- und Lebererkrankungen

Patienten, die an komplizierten Formen chronischer Magen-, Darm- und Lebererkrankungen leiden, finden an der Ambulanz für Gastroenterologie und Hepatologie am Kremser Krankenhaus ein spezielles Angebot zur Abklärung und Behandlung ihrer Krankheit vor. Mit der Verpflichtung eines anerkannten Spezialisten wird diese Versorgung jetzt auch auf den stationären Bereich erweitert. Mit geplanten 32 Betten steht niederösterreichischen Patienten in Krems damit in Zukunft eine kompetente Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Die Gastroenterologie und Hepatologie (Magen-, Darm- und Lebererkrankungen) ist nach der Kardiologie das zweitgrößte Fach innerhalb der internen Medizin. Im Zentrum der Diagnostik und Therapie dieser Krankheiten steht dabei die Endoskopie (Magen- und Darmspiegelungen, Eingriffe an Gallenwegen), die vor allem hinsichtlich Vorsorge und Früherkennung bestimmter Krebsformen eine bedeutende Rolle spielt. Rund 5.000 Österreicher erkranken jährlich an Dickdarmkrebs, für die Hälfte der Erkrankten verläuft diese Tumorart tödlich. Die Früherkennungsrate des Dickdarmkarzinoms ist sehr niedrig, die Vorsorge daher umso wichtiger.

Etwa 100.000 Österreicher leiden an der durch Viren verursachten Leberentzündung (Hepatitis C), weniger als ein Viertel wird allerdings diagnostiziert. "Für eine zielführende Therapie ist eine genaue Diagnose notwendig. Die Heilungschancen sind dann recht gut - dank neuer Technologien ist sie in den vergangenen Jahren von 15 auf bis zu 85 Prozent gestiegen", erklärt Oberarzt Dr. Hartwig Bognar seine Bestrebungen, ein speziell auf dieses Krankheitsbild ausgerichtetes Zentrum aufzubauen. Neben einer umfassenden Differenzialdiagnose wird das Hauptaugenmerk auf der mitunter sehr langwierigen und aufwendigen Betreuung von Patienten (bis zu einem Jahr) liegen.

Nähere Informationen beim Magistrat der Stadt Krems unter der Telefonnummer 02732/801-223, Gabriele Heindl, bzw. per e-mail unter presse@krems.gv.at.


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