19.03.2004 | 11:36

FPÖ NÖ fordert „Renationalisierung“ der Landwirtschaft

Waldhäusl: Nach EU-Erweiterung droht Preisverfall

"Die Landwirtschaft in Österreich kann mit den Erweiterungsländern nicht mithalten. Es wird nach dem 1. Mai 2004 einen Preisverfall vor allem in den Bereichen Getreide, Mais und Tierproduktion geben. Außerdem ist mit weniger Geld für unsere Bauern und einem Mehr an Bürokratie zu rechnen, erklärte Landtagsabgeordneter Gottfried Waldhäusl heute in St. Pölten zur Auswirkung der EU-Erweiterung. Der einzige Ausweg für die niederösterreichischen Bauern ist eine Renationalisierung der Landwirtschaft", meinte Waldhäusl. Die Agrarpolitik sei ein Kapitel, das wieder in die Nationalstaaten zurückverlagert und wie die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik innerstaatlich geregelt werden müsse. Als die einzigen Erweiterungsgewinner im Bereich Landwirtschaft nannte Waldhäusl die Weinbauern.

Rosenkranz sprach sich dafür aus, dass die Beitrittsstaaten im Lebensmittel- und im Umweltrecht langfristig österreichische Standards übernehmen müssten. So müsste in diesen Ländern auf die Verfütterung von Hormonen und von Tiermehl verzichtet, und entsprechende Umweltstandards müssten eingeführt werden. Es sei sinnvoll, das Lebensmittelrecht auf europäische Ebene zu stellen und die gemeinsame europäische Agrarpolitik abzuschaffen.


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