04.03.2004 | 09:25

Hochwasserstudie über Pitten- und Feistritztal

Ergebnisse werden derzeit in den Gemeinden präsentiert

Das Pittental ist in den letzten Jahren von Hochwässern weitgehend verschont geblieben. Angesichts der jüngsten Hochwasserkatastrophen in Niederösterreich entschloss sich der Pitten-Wasserverband jedoch, eine regionale Studie zu erstellen, um die Abflussgebiete zu erkunden und vorbeugende Maßnahmen treffen zu können. Bei dieser Studie wurden vor allem Maßnahmen zur Erhaltung und Schaffung von Retentionsräumen und Hochwasserrückhaltebecken untersucht.

Die Ergebnisse der Studie werden derzeit in den einzelnen Gemeinden des Pittentales präsentiert. Dem Ingenieurbüro Perzplan und der Vermessungskanzlei Polly (Neunkirchen) ist es gelungen, eine eindrucksvolle 3D-Visualisierung der Hochwassersituation im Pittental zu erstellen. Die Hochwassersimulation wurde allen Gemeinden und Dienststellen digital zur Verfügung gestellt. Es besteht nun die Möglichkeit, für Hochwasser, Flächenwidmung, Bauvorhaben und Katastrophenschutz direkt am Gemeindeamt Informationen und Entscheidungshilfen zu erhalten.

Die Hochwasserstudie erstreckt sich von der Mündung der Pitten in die Leitha bis zum Feistritzbach (rund 30 Kilometer). Von Haderswörth bis Feistritz sind zehn Gemeinden einbezogen. Bei einem 30- oder 100-jährlichen Hochwasser wären besonders die flussabwärtigen Gemeinden Erlach, Pitten, Seebenstein und Scheiblingkirchen-Thernberg betroffen. In diesen Gemeinden erstrecken sich die Überflutungsräume teilweise über den gesamten Talboden. In den flussaufwärtigen Gemeinden stehen noch große freie Retentionsflächen zur Verfügung, um einen effektiven Hochwasserschutz zu gewährleisten. Allerdings besteht in allen Gemeinden entlang der Pitten durch Bauvorhaben und durch geplante Betriebsgebiete ein großer Siedlungsdruck. Bei dieser Studie wurde der Ausbau von vier großen Retentionsräumen vorgeschlagen - im Feistritztal, in Thomasberg/Olbersdorf, in Seebenstein und in Pitten. Diese vier Hochwasserrückhaltebecken haben einen ausreichenden Stauraum von rund 2,7 Millionen Kubikmetern. Weiterführend sollen vor allem die Kosten der angeführten Maßnahmen untersucht werden.


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