03.03.2004 | 13:14

Pensionssicherungsreform bringt Nachteile für Frauen

Kranzl: Jede Verschlechterung hat Auswirkungen auf Frauen

„Pensionssicherungsreform – auch für Frauen?“ Zu diesem Thema fand heute in St. Pölten eine Pressekonferenz statt. Landesrätin Christa Kranzl meinte, dass bereits 35 Prozent der Frauen teilzeitbeschäftigt oder als geringfügig Beschäftigte angestellt sind. Von den geringfügig Beschäftigten seien sogar 72 Prozent Frauen. In Niederösterreich seien Ende Februar 53.280 Personen arbeitslos gewesen, davon 18.491 Frauen. 30 Prozent aller Arbeitslosen in Niederösterreich seien Frauen.

Das Durchschnittseinkommen für niederösterreichische Frauen habe im Vorjahr ungefähr 66 Prozent des Männereinkommens ausgemacht, meinte Kranzl. Frauen hätten im Jahr 2002 683 Euro Durchschnittsbruttopension bekommen, Männer dagegen 1.428 Euro. „Jede Verschlechterung im Pensionsrecht wirkt sich auf Frauen aus“, so Kranzl. So sei im Zuge der Pensionsreform die Frühpension wegen langer Arbeitslosigkeit abgeschafft worden. Auch die Frühpension wegen langer Versicherungsdauer gebe es nicht mehr. Besonders gravierend sei die Verlängerung des Durchrechnungszeitraums von 15 auf 40 Jahre, ab dem Jahr 2009 sogar auf 45 Versicherungsjahre, um 80 Prozent des Einkommens zu erhalten.


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