12.02.2004 | 13:05

Industriellenvereinigung NÖ zum Konjunkturklima

Der lange Zeit herbei gesehnte Aufschwung dürfte nun kommen

Niederösterreichs Industrie erfährt eine deutliche Verbesserung des Konjunkturklimas, waren sich heute der Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, Dipl.Ing. Michael Salzer, und Geschäftsführer Dr. Fritz Wedorn bei einer Pressekonferenz in St. Pölten einig. „Ausgehend von den USA und Asien haben sich die Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft in den letzten Monaten verstärkt. Dass dieser zunehmende Optimismus auch in Niederösterreichs Industriebetrieben Wirkung zeigt, belegen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage, die zum 4. Quartal 2003 gemacht wurde“, sagte Salzer. „Der lange Zeit herbei gesehnte Aufschwung dürfte nun in Gang kommen.“ Die Umfrageergebnisse der derzeitigen Geschäftslage liegen ebenso wie jene zur zukünftigen Geschäftslage eindeutig im Aufwind: 14 Prozent der Unternehmen würden, so Salzer, eine Verbesserung der aktuellen Geschäftssituation sehen, 80 Prozent beurteilen sie als unverändert, und nur für sechs Prozent sei die Lage schlechter als im Vorquartal.

18 Prozent der Unternehmen würden sich über eine verbesserte Auftragslage freuen, meinte auch Wedorn. Knapp ein Drittel hätte angegeben, dass sie die Produktion in den nächsten drei Monaten steigern wollen. Dazu hätten 21 Prozent der Unternehmen geplant, so die Umfrage zum 4. Quartal 2003, ihre Beschäftigtenzahl zu erhöhen. Gut gehe es derzeit zum Beispiel der Maschinen- und Stahlbauindustrie. Auch die niederösterreichische Eisen- und Metallwarenbranche blicke zuversichtlich in die Zukunft; ebenso gehe es in der Stein- und der Keramikindustrie kräftig bergauf“, so Wedorn.

Die Industriellenvereinigung NÖ hat auch eine Sonderumfrage zur Bedeutung der EU-Erweiterung gemacht. „Für 68 Prozent der Befragten ist die Bedeutung des 1. Mai 2004 für den eigenen Betrieb durchaus nicht außer Acht zu lassen“, so Salzer. 54 Prozent der Befragten verspricht sich ein dynamisches Wachstum, etwa gleich viel hofft, von den Erleichterungen an den Grenzen profitieren zu können, und immerhin 28 Prozent meinen, dass es zu einem Abbau von bürokratischen und sonstigen Hemmnissen kommen wird. Die Risiken der EU-Erweiterung für die niederösterreichischen Industriebetriebe würden sich dagegen laut Umfrage in Grenzen halten.


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