13.01.2004 | 09:29

Eröffnung der Müllverbrennungsanlage Zwentendorf/Dürnrohr

LH Pröll: Müllvermeidung bleibt Auftrag dieser Zeit

Mit dem Umlegen eines großen Hebels nahmen gestern, 12. Jänner, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber im St. Pöltner Festspielhaus symbolisch die offizielle Eröffnung der Müllverbrennungsanlage der AVN in Zwentendorf/Dürnrohr vor. An dem Festakt nahmen seitens der NÖ Landesregierung auch Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka und Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner teil.

Pröll sprach dabei von einem Schritt mit historischen Dimensionen für die Zukunft der niederösterreichischen Abfallwirtschaft. Eine der modernsten Anlagen in Europa, die in allem auf dem letzten Stand der Technik sei, beweise, dass Ökologie und Ökonomie keine Widersprüche mehr seien. Das technische Wunderwerk bringe dem Land nicht nur Renommee, sondern bedeute auch die Verpflichtung, dieses Know-how, um das Niederösterreich von vielen beneidet werde, in Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt auch anderen zugute kommen zu lassen.

In den letzten Jahrzehnten seien große Schritte in Richtung Wohlstandsgesellschaft gesetzt worden, in der nahezu alle geweckten Sehnsüchte auch konsumiert werden könnten, so der Landeshauptmann weiter. Hand in Hand mit der Wohlstandsgesellschaft gehe aber die Wegwerfgesellschaft. So faszinierend die fortschrittliche Anlage auch sei, sie dürfe nicht dazu verleiten, Müllvermeidung und Mülltrennung zu vernachlässigen. Die Qualität einer Gesellschaft zeige sich im Umgang mit den Menschen ebenso wie im Umgang mit den Ressourcen des Planeten. Müllvermeidung bleibe der Auftrag dieser Zeit und jederzeit, so Pröll abschließend.

Die in Rekordzeit von 18 Monaten mit einem Investitionsvolumen von 145 Millionen Euro und unter Beteiligung von 200 Firmen errichtete Müllverbrennungsanlage ist auf eine Abfallbehandlungskapazität von 300.000 Tonnen pro Jahr ausgerichtet. Zwentendorf war im Jahr 1997 unter 24 Bewerbern als Standort ausgewählt worden, eine Volksbefragung im selben Jahr hatte eine Zustimmung von 74 Prozent der Gemeindebevölkerung erbracht. 90 Prozent des Mülls werden per Bahn angeliefert, Hauptlieferanten sind die in der BAWU zusammengeschlossenen NÖ Abfallverbände. Durch die Koppelung mit dem Kraftwerk Dürnrohr können etwa 50.000 Tonnen Kohle und 10 Millionen Kubikmeter Gas pro Jahr eingespart werden.


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