14.04.2003 | 00:00

Vorsicht im Osterreiseverkehr

LH Pröll: „Jeder Unfall ist einer zu viel!“

Disziplinlosigkeit im Straßenverkehr ist nach wie vor die häufigste Unfallursache. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll appellierte deshalb am Sonntag in der Radiosendung „Forum NÖ“ an alle Verkehrsteilnehmer, im Osterreiseverkehr wieder besonders Rücksicht und Vorsicht walten zu lassen. „Durch ein entsprechendes Maß an Eigenverantwortung können viele Unfälle verhindert werden“, betonte Pröll.

Für den Landeshauptmann sind gut ausgebaute Verkehrswege eine Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort, vor allem im Hinblick auf die EU-Erweiterung. „Deshalb haben wir ein umfassendes Konzept für Schiene und Straße erarbeitet, das zügig umgesetzt wird“, so Pröll. Dazu gehören laut dem obersten Verkehrsplaner des Landes, Prof. Dr. Friedrich Zibuschka, der viergleisige Ausbau der Westbahn, vor allem der Neubaustrecke zwischen Wien und St. Pölten, sowie der Ausbau der Schnellbahnlinie von Wien über Wolkersdorf nach Laa an der Thaya und der Pottendorfer Linie Richtung Süden. Die größten Straßenbauvorhaben sind u.a. der Bau der Nordautobahn und der Verbindungsspange von der Ostautobahn nach Bratislava sowie der Bau des Ringes um Wien, vor allem in Richtung Krems mit der Donaubrücke Traismauer.

„Dazu trägt eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur auch zu mehr Verkehrssicherheit bei“, ist Pröll überzeugt. Punkto Verkehrssicherheit müsse man immer am Ball bleiben, vor allem, wenn es um die schwächeren Verkehrsteilnehmer geht. So wurden in den letzten Jahren bereits mehr als 900 gefährliche Verkehrspunkte entschärft. Auch die Aktion Schutzengel, der Einsatz von mobilen Tempoanzeigegeräten im Ortsgebiet, die Neugestaltung von Ortsdurchfahrten und der Bau von Umfahrungsstraßen würden wesentlich zur Verkehrssicherheit beitragen. Pröll: „Die Zahl der Todesopfer auf Niederösterreichs Straßen ist seit 1988 um 40 Prozent zurückgegangen, obwohl in diesem Zeitraum die Zahl der Kraftfahrzeuge um 40 Prozent zugenommen hat.“ Das sei jedoch kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. „Denn jeder Unfall ist einer zu viel“, so der Landeshauptmann.


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