19.03.2003 | 00:00

Planungsarbeiten zu Biosphärenpark laufen auf Hochtouren

Onodi: Verstärkter Schutz des Wienerwalds

„Ein Biosphärenpark ist die am besten geeignete Schutzkategorie für den Wienerwald, da ein Nationalpark im gesamten Planungsgebiet nicht umgesetzt werden kann. In einem Nationalpark müssen auf wenigstens 75 Prozent der Gesamtfläche eine in sich geschlossene Naturzone mit weitgehendem Eingriffsverbot eingerichtet werden. Dies ist beim Wienerwald nicht möglich“, sagte Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi zu den laufenden Arbeiten zur Schaffung eines Biosphärenparks Wienerwald.

Basierend auf die fertiggestellte Machbarkeitsstudie wird nun durch den neuen Biosphärenpark-Manager die Koordinierung aller weiteren Planungsarbeiten unter möglichst breiter Information und der Einbindung der Bevölkerung, der Grundeigentümer und der vielen aktiven Einzelpersonen und Interessenvertretungen vorangetrieben. In einem Biosphärenpark geht es neben der Bewahrung und dem Schutz der Landschaft, der Pflanzen und Tiere auch um die Bewahrung der wirtschaftlichen und kulturellen Lebensgrundlage der Bevölkerung.

„Gerade der Wienerwald wäre daher als Biosphärenpark wie geschaffen. Naturnahe Buchen- und Eichenwälder sind in ganz Europa eine Rarität, da gerade diese Landschaftsräume seit Jahrhunderten wesentlich von der menschlichen Nutzung geprägt werden“, meinte Onodi. „Der Wechsel von zusammenhängenden Waldgebieten, eingestreuten Wiesen, landwirtschaftlich genutztem Offenland und Siedlungsgebieten charakterisiert dieses österreichische Naturerbe. Ein Biosphärenpark bietet damit den optimalen Schutz und Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung für die Region Wienerwald.“

Zur Zeit gibt es 425 Biosphärenparks in 95 Ländern, in Österreich fünf von der UNESCO anerkannte Biosphärenreservate. „Es ist wichtig, dass die Bevölkerung und alle Betroffenen wie Landwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus und Interessenvertretungen die bestmögliche Information erhalten und in den Entscheidungs- und Planungsprozess eingebunden werden. Je besser es gelingt, möglichst viele Menschen im Wienerwald zum aktiven Mittragen des Projekts Biosphärenpark zu motivieren, desto erfolgreicher wird die Umsetzung sein“, so Onodi.


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