14.03.2003 | 00:00

NÖ Unternehmer sind EU-Erweiterungsoptimisten

NÖ Landesakademie präsentierte IFES-Untersuchung

61 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass Niederösterreich von der EU-Erweiterung Vorteile erwarten kann bzw. profitieren wird. Die Unternehmer sind damit deutlich optimistischer als die Gesamtbevölkerung, die nur zu 53 Prozent eher Vorteile sieht. Noch 1999 waren lediglich 40 Prozent der Unternehmer dieser Meinung (Gesamtbevölkerung 38 Prozent). Chancen werden vor allem durch den größeren Wirtschaftsraum und die damit verbundenen Exportmöglichkeiten sowie durch Erleichterungen im Handel und im Grenzverkehr gesehen. Nur mehr 30 Prozent befürchten eher Nachteile, wobei aber nur eine sehr kleine Gruppe von 7 Prozent dieselben für wirklich gravierend erachtet.

Das geht aus einer IFES-Untersuchung bei NÖ Betrieben aus dem Jänner 2003 hervor, die von der NÖ Landesakademie in Auftrag gegeben und heute präsentiert wurde.

Innerhalb der letzten vier Jahre zeichnet sich bei den NÖ Betrieben auch ein kontinuierlicher Positivtrend hinsichtlich der Zustimmung zur EU-Erweiterung ab.

Waren im Jahr 1999 noch 55 Prozent der Befragten für die Erweiterung, so sind es mittlerweile 68 Prozent. Der Anteil der Gegner ist auf ein Fünftel gesunken. Bei den Betrieben in der Grenzregion ist der positive Stimmungstrend – nach anfänglicher Skepsis – mit mittlerweile 71 Prozent Zustimmung vergleichsweise am höchsten.

Für den Geschäftsführer der NÖ Landesakademie, Mag. Alberich Klinger, sind diese Daten der Beweis dafür, dass folgende Maßnahmen gegriffen haben: die intensive Informationstätigkeit des eingesetzten EU-Erweiterungsbeauftragten des Landes ebenso wie die rund 250 von der NÖ Landesakademie geförderten grenzüberschreitenden Veranstaltungen zum Abbau der Grenzen im Kopf und in besonderer Weise das von Eco Plus mit zahlreichen innovativen Wirtschaftsprojekten umgesetzte Fitnessprogramm für Niederösterreich. 76 Prozent der Befragten sprechen sich auch dafür aus, dass das Land Niederösterreich grenzüberschreitende Wirtschaftsprojekte mit den Nachbarländern fördern soll.

Das Fitnessprogramm für Niederösterreich ist vor allem den Unternehmern in den Grenzregionen mit fast 50 Prozent ein Begriff. 88 Prozent von denen, die das Fitnessprogramm kennen, finden es begrüßenswert und 83 Prozent sprechen sich ausdrücklich für eine Weiterführung aus. In Bezug auf die allgemeine Entwicklung Niederösterreichs sind rund 7 von 10 Wirtschaftstreibenden (71 Prozent) des Bundeslandes der Auffassung, dass die allgemeine Entwicklung Niederösterreichs in eine positive Richtung weist. Lediglich eine kleine Minderheit von 12 Prozent hat den gegenteiligen Eindruck. Insbesondere in den Grenzregionen zeichnet sich hier ein positiver Stimmungstrend ab (73 Prozent). Die höchsten Nennungen bei den Positivangaben entfallen auf die als günstig angesehene Wirtschaftsentwicklung, auf die gute Landespolitik und den Zukunftsmarkt Osten.

Die erwartete Entwicklung des eigenen Unternehmens wird von rund einem Drittel der Betriebe optimistisch gesehen (34 Prozent). Knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) befürchtet eher eine Verschlechterung. Die vergleichsweise größte Gruppe (42 Prozent) geht davon aus, dass sich wenig verändern wird. Aufgeschlüsselt nach Branchen erwartet sich am ehesten das Dienstleistungsgewerbe Verbesserungen (42 Prozent). Nach der Betriebsgröße sind die Betriebe ab 50 Beschäftigte am zuversichtlichsten (56 Prozent).


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung