04.03.2003 | 00:00

ÖBB: 133 Millionen Passagiere in NÖ im Vorjahr

Rund eine Million mehr als 2001

„Im Personennahverkehr haben die ÖBB im abgelaufenen Jahr in Niederösterreich rund 133 Millionen Passagiere befördert. Im Fernverkehr waren es 9,2 Millionen und im Bahnbus-Verkehr knapp 31 Millionen Reisende“, zog gestern ÖBB-Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt in St. Pölten Bilanz. Das Fahrgastaufkommen sei gegenüber 2001 um 0,6 Prozent oder rund eine Million Passagiere gestiegen. Auch seien die ÖBB einer der größten Arbeitgeber in Niederösterreich.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2002 seien zwei bedeutende Verbesserungen realisiert worden – das EURegio-Programm als erstes grenzüberschreitendes Nahverkehrskonzept in Europa und der neue Taktverkehr, der neben neuen Zugsverbindungen auch verkürzte Fahrzeiten auf der Südbahn und auf der Westbahn bedeutet, so Schmidt. Heuer seien bereits die Spatenstiche für den Neubau der Westbahn zwischen Wien und St. Pölten und den Ausbau der S 2 begangen worden. Zudem stehe der Bau der Schleife bei Absdorf-Hippersdorf und der weitere Ausbau der Pottendorfer Linie auf dem Programm.

Im Güterverkehr, so Schmidt weiter, seien rund 13,5 Millionen Tonnen bewegt worden. Der Hauptanteil – 12,7 Millionen Tonnen – wurde als Wagenladung befördert, 0,7 Millionen Tonnen entfielen auf den kombinierten Ladungsverkehr, der Rest war Stückgut. Eines der kommenden Großprojekte, so Schmidt, sei die Zu- und Ablieferung von Abfällen zur ersten thermischen Müllverbrennungsanlage Niederösterreichs in Zwentendorf. Im Vollbetrieb werden dort pro Jahr 320.000 Tonnen auf der Schiene transportiert. Weitere geplante Großprojekte, die bis Ende 2004 umgesetzt werden, seien der Umbau der Güterverkehrsanlage in Wiener Neustadt sowie der Umbau der Umschlaganlagen für Mineralölprodukte und Biodiesel in Zwettl, Ybbs an der Donau, Prinzersdorf, Gresten und Klein Schwechat. In Schwarzenau werde eine Umschlaganlage neu errichtet.

„Die ÖBB haben zudem eine sehr wichtige Rolle beim Park-and-ride-Angebot. Seit 1995 arbeitet die Bundesbahn mit dem Land Niederösterreich und mit den Gemeinden an der jeweiligen Strecke zusammen“, so Schmidt. Derzeit gebe es in Niederösterreich 25.840 Pkw-Stellplätze, mehr als 4.000 seien bis 2005 geplant. Dazu kommen rund 23.500 Räder-Abstellplätze.


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