27.01.2003 | 00:00

Bernhard Naber ist 25 Jahre Abt in Stift Altenburg

Pröll: Seelsorger und Manager in einem

Abt Bernhard Naber zelebrierte gestern anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums als Vorsteher des Benediktinerklosters Altenburg (Bezirk Horn) eine Festmesse, an der auch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll teilnahm. „Das Stift ist reich an Geschichte und Tradition, es hat in den letzten Jahren viel Kraft gebraucht, um all dies zu erhalten. Heute wollen wir daher Abt Bernhard Naber für sein Wirken als Priester, Klostervorsteher und Mensch danken“, sagte Landeshauptmann Pröll. Naber bleibe immer seinen Grundsätzen treu und bekenne sich seit 25 Jahren zu dem Motto „Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“. Der Jubilar gelte über die Region hinaus als Helfer in der Not und habe für das Stift Altenburg und die Menschen hier im Waldviertel viel erreicht. Das Stift sei nicht nur geistliches, sondern auch soziales und wirtschaftliches Zentrum des Waldviertels. Daraus ergebe sich aber auch, dass Abt Naber nicht nur Seelenhirte sei, sondern auch für die weltlichen Anliegen der Menschen ein offenes Ohr habe. Weiters sei der Jubilar ein tüchtiger Manager, der rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und die stiftseigene Landwirtschaft auf biologischen Landbau umgestellt habe. Er sei als Abt ein Seelsorger und bescheidener Mensch geblieben. Pröll: „Die Menschlichkeit des Abtes zeigt sich auch in seinem großen Engagement für die Lettland-Hilfe.“ Abschließend überreichte Pröll dem Jubilar einen Leopold-Krug als Zeichen der Dankbarkeit.

Abt Naber, 1934 in Großmotten geboren, wirkte als Kaplan, Erzieher und Religionsprofessor in Horn, im Stift Altenburg als Ökonom, Archivar, Bibliothekar und Archäologe. Er ist unter anderem – als langjähriger Organisator von Hilfslieferungen nach Lettland – Träger des „Drei-Sternordens in Gold der Republik Lettland“ und der „Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz in Österreich“.


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