20.01.2003 | 00:00

„Standortpolitik ist die beste Arbeitsmarktpolitik“

LH Pröll: Kämpfen um jeden Arbeitsplatz

„Wir haben heute um 9.000 Beschäftigte mehr als vor vier Jahren, die Arbeitslosigkeit hat im Dezember im Niederösterreich deutlich weniger zugenommen als im Bundesschnitt und wir weisen im Unterschied zu Gesamtösterreich eine positive Entwicklung bei den offenen Lehrstellen auf. Alles das ist kein Grund zur Selbstzufriedenheit, sondern es ist im Gegenteil Ansporn, uns noch mehr anzustrengen.“ Das betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“ und erklärte: „Wir werden auch in Zukunft um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen.“

Pröll kündigte eine Reihe von konkreten konjunkturpolitischen Vorhaben an. Es werden wieder öffentliche Bauvorhaben vorgezogen, ganz wesentlich sei dabei der Ausbau der Infrastruktur, so Pröll: „Denn für mich ist eines klar: Die beste Arbeitsmarktpolitik ist eine effiziente Standortpolitik!“ Er verwies auf die Verlängerung des NÖ Fitness-Programms bis 2008, und selbstverständlich würden auch die Bildungsoffensive und die Technologieoffensive fortgesetzt. Unmittelbar nächster Schritt sei eine massive Werbekampagne in Deutschland für den attraktiven Wirtschaftsstandort Niederösterreich, die in den nächsten Wochen gestartet wird.

Erfreut zeigte sich der Landeshauptmann über die optimistische Einschätzung der Konjunkturlage durch Spitzenmanager aus der Wirtschaft, die vergangene Woche an einem Konjunkturgespräch im NÖ Landhaus teilgenommen haben. Einige kamen auch in der Sendung zu Wort. „Das Land Niederösterreich hat noch nie eine so große Chance gehabt“, betonte Vorstandsdirektor Dr. Kurt Waniek von der Flughafen Wien AG. Es seien Vorbereitungen getroffen worden, Niederösterreich zum Gewinner der EU-Erweiterung zu machen, ein Ziel, das auch der Flughafen Wien Schwechat verfolge. Dr. Richard Plitzka von der Landesentwicklungsagentur Eco Plus sieht erste Anzeichen für eine Konjunkturerholung in absehbarer Zeit, Niederösterreich habe „gute Karten“, Erweiterungsgewinner Nummer eins zu werden, nicht zuletzt auf Grund des erfolgreichen Fitness-Programms. Prof. Dipl.Ing. Günther Gfatter von der Firma Knorr Bremse GmbH. sieht für Niederösterreich ebenfalls positive Tendenzen, auch durch das gute Wirtschaftsklima im Land. Generaldirektor Mag. Erwin Hameseder von der Raiffeisenholding erwartet eine Konjunkturbelebung in der zweite Hälfte 2003, in verschiedenen Branchen, etwa im Baubereich, zeige sich bereits eine Erholung.


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