05.12.2003 | 11:57

Unterstützung durch die Mietervereinigung NÖ

In zehn Monaten ungefähr 2.000 Beratungen

Von Anfang Jänner bis Ende Oktober 2003 habe die Landesorganisation Niederösterreich/Burgenland der Mietervereinigung den Mietern 315.400 Euro erspart, sagte heute Landesrätin Christa Kranzl in einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten. Die Überprüfung der Betriebskostenabrechnung stünde an erster Stelle, wenn eine Beratung durch die Mietervereinigung gesucht wird, gefolgt von der Höhe des Mietzinses und der Heizkostenabrechnung. „Die Ablöse dürfte es laut Gesetz nicht geben“, meinte Kranzl, dennoch seien die Einforderungen von verbotenen Ablösen an vierter Stelle zu finden. Das Abwenden von Räumungsklagen folge am fünften Platz. Von Platz 12 auf Platz 7 hätten sich die Einklagen von Kautionen nach einem Auszug „verbessert“. Insgesamt habe die Mietervereinigung von Anfang Jänner bis Ende Oktober 2003 rund 2.000 Beratungen durchgeführt.

Die Mietervereinigung Niederösterreich/Burgenland, ein gemeinnütziger Verein, der sich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, hat rund 3.500 Mitglieder. Die Mietervereinigung bietet Hilfe wie Beratungen, sowie Unterstützung bei außerbehördlichen Regelungen oder bei Gerichtsverfahren bzw. bei einer Schlichtungsstelle. Die Erstberatung ist auch für Nichtmitglieder und Personen, welche nicht bei der Arbeiterkammer Mitglied sind, kostenlos und wird durch eine Subvention der für den Konsumentenschutz zuständigen Landesrätin Kranzl unterstützt. Für Mitglieder der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich wird von der Mietervereinigung eine kostenlose Rechtsberatung in den AK-Bezirksstellen St. Pölten, Baden und Gmünd angeboten; Wiener Neustadt folgt ab Jänner 2004.

Die Mietervereinigung Österreich wurde 1911 gegründet. 1922 wurde mit dem damals beschlossenen Mietengesetz auch der Kündigungsschutz eingeführt. Die Mietervertreter erhielten damals erstmals das Recht auf Einsichtnahme in die Abrechnungen der Hausherren.


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