27.10.2003 | 12:22

Niederösterreich forciert erneuerbare Energien

Plank: Enormes Potenzial nutzen

In Österreich gibt es ein enormes Potenzial an erneuerbaren Energierohstoffen, wie Waldhackgut, Stroh und nachwachsenden Rohstoffen, das nicht genutzt wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Potenziale für biogene Rohstoffe zur energetischen Nutzung“, die unter anderem von der Universität für Bodenkultur durchgeführt wurde und gemeinsam von den Bundesländern Niederösterreich und Salzburg in Auftrag gegeben wurde. Die Ergebnisse wurden heute von Landesrat Dipl.lng. Josef Plank und Agrar Plus-Geschäftsführer Ing. Josef Streißelberger präsentiert.

„In Österreichs Wäldern wächst pro Sekunde ein Kubikmeter Holz nach, rund ein Fünftel davon in Niederösterreich. Das zusätzlich nutzbare Potenzial liegt bei 750.000 Festmetern in Niederösterreich“, betonte Plank. Mit dieser Energiemenge könnten in Niederösterreich 75.000 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt oder 375 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. In Summe steht in Niederösterreich ein Potenzial zur Verfügung, mit dem jährlich 440.000 Tonnen Heizöl bzw. rund eine Million Tonnen CO2 eingespart werden können.

Plank: „Die Studie belegt, dass wir in Niederösterreich richtig liegen. Wir verfolgen ein ambitioniertes Biomasse- und Biogas-Programm und setzen verstärkt auf Forschung.“

In Niederösterreich gibt es derzeit 186 Biomasse-Fernheizwerke, 18 Biogas-Anlagen sind in Betrieb. Der Biomassefonds ist mit fast 9,5 Millionen Euro für 2003 und 2004 dotiert.

Für Agrar Plus-Geschäftsführer Streißelberger müssen die vorhandenen Potenziale technisch und wirtschaftlich nutzbar gemacht werden. So könnte mit der Verbesserung von Logistikketten die Holzaufbringung optimiert werden. Weiters sollte man vermehrt auf Kooperationen setzen. Als Beispiel nannte er die Zusammenarbeit zwischen den 79 niederösterreichischen Waldwirtschaftsgemeinschaften und den Bioenergie-Leistern (Bioenergie-Genossenschaft).

Die Studie ist bei der Agrar Plus, Telefon 02742/35 22 34-0, erhältlich.


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