15.10.2003 | 15:50

Kommandoübergabe beim Panzergrenadierbataillon 9

Pröll: „Niederreformieren“ des Heeres würde NÖ Widerstand hervorrufen

Beim Panzergrenadierbataillon 9 der 3. Panzergrenadierbrigade, seit kurzem mit 12 neuen Ulan-Schützenpanzern ausgestattet und der stärkste motorisierte Verband des Österreichischen Bundesheeres, wurde heute in der Radetzkykaserne in Horn das Kommando übergeben. Auf Oberst Josef Fritz, der nach 11 Jahren als Bataillonskommandant Kommandant-Stellvertreter des Truppenübungsplatzes Allentsteig wird, folgt bis August 2004 Andreas Safranmüller, Oberst des Generalstabsdienstes.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wertete die Feier als Zeichen der gedeihlichen, ehrlichen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Bundesland Niederösterreich und dem Bundesheer sowie als Geste des Dankes dafür, wie die Soldaten der Bevölkerung bei der Hochwasserkatastrophe und im Assistenzeinsatz zur Seite gestanden seien und stehen. Es sei schade, dass Grenzen mit Soldaten und Menschen vor Menschen geschützt werden müssten. Die EU-Erweiterung werde aber dazu beitragen, dass soldatischer Einsatz in Europa nur noch friedlichen Zwecken dienen werde.

Zur laufenden Reform-Diskussion meinte der Landeshauptmann, Sicherheit sei einer der höchsten menschlichen Ansprüche. Das Heer sei nicht Selbstzweck, sondern Beitrag zur Friedenssicherung. Reformen dürften nicht um der Reform willen geschehen, sondern um die Funktionstüchtigkeit des Heeres zu erhalten. Ein „Niederreformieren“ würde den größten Widerstand des Landes Niederösterreich hervorrufen. Niederösterreich wisse, was es am Österreichischen Bundesheer habe.


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