09.10.2003 | 10:01

Zur Arbeitsmarktsituation in Niederösterreich

Prokop: Unterstützung von Jugendlichen im Rahmen des NÖ Beschäftigtenpaktes

Die Kooperation zwischen Land, Arbeitsmarktservice und Bundessozialamt NÖ im Rahmen des NÖ Beschäftigtenpaktes funktioniert, die Initiativen führen auch zu einer deutlichen Verbesserung der Beschäftigtensituation in Niederösterreich. „Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“, stellt dazu Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop fest. So wird jährlich im Rahmen der Implacementstiftung 250 Jugendliche mit abgeschlossener Ausbildung, die jedoch keinen Arbeitsplatz finden, die gezielte Vermittlung auf hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze ermöglicht. Im Rahmen einer Pflege-Implacementstiftung wiederum besteht für Arbeitslose die Möglichkeit zur Ausbildung zum diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger, zum Altenpfleger und zum Pflegehelfer. Dazu werden über den Verein Jugend & Arbeit für 500 Personen Dienstverhältnisse angeboten. Die Jugendlichen erhalten hier ein einjähriges Dienstverhältnis beim Verein und werden an potenzielle spätere Dienstgeber verliehen. Prokop. „Bisher konnten bereits 400 Jugendliche auf diese Weise vermittelt werden.“ Darüber hinaus gibt es im Rahmen der Pröll-Prokop-Jobininitiave 16 Projekte für Beschäftigung, Beratung oder Förderung von Jugendlichen. Beispiele sind unter anderem „start up“, „Teachers go IT“, die „Lehrerbörse“ oder „Flying Nannies“. „Von diesen Maßnahmen profitieren heuer rund 6.700 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren“, freut sich Prokop.

Besonderes Augenmerk wird auch auf Lehrlinge gelegt. So bietet das Lehrlingsauffangnetz in Niederösterreich 900 Plätze an. Die Lehrlinge erhalten in Lehrgängen die theoretische Ausbildung und werden aktiv bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Prozent gestiegen, Ende September gab es insgesamt 1.505 Lehrstellensuchende. Gleichzeitig gibt es aber auch bei der Zahl der gemeldeten offenen Stellen ein Plus von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Seit Mai dieses Jahres gebe es auf jeden Fall eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes in Niederösterreich, so Prokop. Mit 33.058 arbeitslos gemeldeten Personen Ende September belegt Niederösterreich Platz 4 unter den Bundesländern. Auswirkungen auf Niederösterreich hat auch die schlechte Wirtschaftslage in Wien, wo die Arbeitslosigkeit im September um 11,2 Prozent gestiegen ist. Immerhin kommt rund ein Siebentel der rund 700.000 Beschäftigten in Wien aus Niederösterreich. Der Verlust des Arbeitsplatzes in Wien schlägt sich damit auf die Arbeitslosenstatistik in Niederösterreich nieder.


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