26.08.2003 | 11:03

Pflegeberufe werden reformiert

„Medaustron“ noch fraglich

In Niederösterreich werden die Pflegeberufe reformiert: „Eine Berufsausbildung darf keine Einbahnstraße sein. Mit dem derzeitigen System ist es nicht möglich, einen anderen Beruf zu ergreifen“, erklärte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in St.Pölten. Ab Herbst werde daher ein neues Konzept erarbeitet, das ab dem Schuljahr 2004/2005 in Kraft treten soll. Es sieht ein modales Grundausbildungssystem in vier Stufen vor. Angetreten werden kann die Ausbildung nach der neunten Schulstufe. Sobotka: „Diese neue Ausbildungsform hat mehrere Vorteile: Man hat nach jedem Jahr eine fertige Ausbildung, berufsbegleitende Maßnahmen werden erleichtert.“ Auch die medizinischen Fachdienste sollen auf „europäisches Niveau“ gebracht werden, das heißt, dass die Ausbildung künftig an Fachhochschulen angeboten werden soll. Als mögliche Standorte dafür kommen Krems und Wiener Neustadt in Betracht.

Außerdem berichtete Sobotka über den Stand des Projekts „Medaustron“ in Wiener Neustadt. Das ist eine Einrichtung für Krebspatienten, deren Heilung nach herkömmlichen Methoden unmöglich ist. Dem Therapiezentrum soll ein Forschungszentrum angeschlossen werden. Einzugsraum sollte Mittel- und Osteuropa sein. Die Errichtung dieses Zentrums ist noch nicht sicher. „Der Ball liegt jetzt beim Bund“, betonte Sobotka. Er sei aber recht zuversichtlich, dass das Projekt wie geplant bis 2007 fertig sein könnte. Die Investitionskosten belaufen sich auf über 100 Millionen Euro. „Die Behandlung im neuen Krebszentrum müsste innerhalb der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung stattfinden“, unterstrich Sobotka.


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