17.07.2003 | 11:58

Gestern massive Überschreitung der Ozon-Informationsschwelle

Bis zum Wochenende keine weiteren Überschreitungen erwartet

Gestern, Mittwoch, 16. Juli, wurde im Zentralraum von Niederösterreich eine massive Überschreitung des Grenzwertes der Ozon-Informationsschwelle beobachtet. Dies war bereits die zweite markante Ozonepisode seit Inkrafttreten der Novellierung des Ozongesetzes am 1. Juli. Die erste Überschreitung der Informationsschwelle trat übrigens bereits am Tage des Inkrafttretens dieses Gesetzes auf.

Üblicherweise treten erhöhte Ozonkonzentrationen im Umland von Wien auf. Diesmal war aber die Landesmitte und der Westen Niederösterreichs von Ozonspitzen betroffen, während in der Gegend um Wien spürbar niedrigere Ozonwerte zu beobachten waren. Um 13 Uhr stieg der Einstundenmittelwert der Ozonbelastung in St. Pölten auf 190 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft und lag damit deutlich über dem Grenzwert der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm. Während die Ozonbelastung in St. Pölten danach rasch wieder etwas zurückging, stiegen in den Folgestunden die Ozonwerte an neun weiteren Messstellen über das Ozonlimit.

Spitzenreiter der Belastungen waren der Dunkelsteinerwald mit 200 Mikrogramm Ozon und Kollmitzberg mit 199 Mikrogramm Ozon. Aber auch in Krems, Amstetten, Annaberg, Heidenreichstein, Irnfritz und Pöchlarn wurden im Zeitraum von 14 bis 18 Uhr Ozonwerte zwischen 181 und 196 Mikrogramm festgestellt. Von den anderen Messstellen in Niederösterreich – insgesamt sind ja etwa 30 Ozonmessstellen rund um die Uhr in Betrieb – zeigte nur die Messstelle Wiesmath zwischen 17 und 18 Uhr mit 182 Mikrogramm eine knappe Überschreitung des Grenzwertes der Informationsschwelle. Die Messstation Payerbach am Kreuzberg im Semmeringgebiet blieb mit 180 Mikrogramm um 21 Uhr denkbar knapp unter einer Überschreitung.

Auslöser für diese Ozonepisode war das heiße Sommerwetter mit hoher Sonneneinstrahlung. Die Gewitterfront, die auch Niederösterreich in der letzten Nacht überquert hat, bewirkte eine merkliche Senkung der Ozonbelastung. Das zwar warme, aber veränderliche Wetter mit Gewittern und Regenschauern, das für die nächsten Tage prognostiziert wird, lässt zumindest bis zum Wochenende keine auffälligen Ozonepisoden mit Grenzwertüberschreitungen erwarten. Der NÖ Ozonwarndienst rechnet allerdings damit, dass es im Juli und auch im August abermals ein Überschreiten der Ozon-Informationsschwelle geben wird.

Ozonwerte und auch andere Schadstoffwerte und Wetterdaten mit hohem Aktualisierungsgrad liefern u. a. die Internetseiten des Landes Niederösterreich unter www.noe.gv.at.


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