10.07.2003 | 12:15

Projekt “EQUAL: Verschiedene Herkunft – Gemeinsame Zukunft” vorgestellt

Mikl-Leitner: Umfassende und nachhaltige Integration vorantreiben

Kurz vor der EU-Erweiterung sei es wichtig, Grenzen im Kopf abzubauen; Voraussetzung dafür sei die Akzeptanz andererer Kulturen, sagte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute bei der Präsentation des Projektes „EQUAL: Verschiedene Herkunft – Gemeinsame Zukunft“ in St. Pölten.

Um eine umfassende und nachhaltige Integration in Niederösterreich voranzutreiben, setze das für Österreich einzigartige Projekt auf zwei Ebenen an, so Mikl-Leitner. Zum einen müsse man bereits bei den Kleinsten beginnen, Vorurteile abzubauen. Für die in Niederösterreichs Kindergärten bereits tätigen 20 interkulturellen Mitarbeiter wurde ein Schulungs- und Qualifizierungspaket entwickelt, das auch für Lehrer, Horterzieher etc. Anwendung finden soll. Von dem erweiterten Horizont, auf spielerische Art Anderes kennen zu lernen, würden auch niederösterreichische Kinder profitieren. Ab Oktober starten dreisemestrige Lehrgänge für interkulturelle Pädagogik im Grundschulbereich.

Zum zweiten haben sich vier niederösterreichische Gemeinden – Guntramsdorf, Hainburg, Traismauer und Krems – per Gemeinderatsbeschluss zu nachhaltigen Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit verpflichtet. Ziel ist die volle Integration in das Gemeindeleben und Hilfe am Arbeitsmarkt. Diesen Gemeinden werden von der NÖ Landesakademie ab September interkulturelle Mitarbeiter auf ein Jahr zur Verfügung gestellt. Für Gemeindebedienstete im Gesundheits- und Sozialbereich werden Workshops angeboten, zudem sollen Schwerpunkt-Kindergärten ähnlich Waldegg und Mannersdorf entstehen, so Mikl-Leitner.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt ist mit Kosten von 1,6 Millionen Euro verbunden, die jeweils zur Hälfte aus dem Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit finanziert werden. Die Projektleitung ist bei der NÖ Landesakademie angesiedelt, die das Vorhaben gemeinsam mit dem Institut für Konfliktforschung auch wissenschaftlich begleitet. Neben internationalen Partnern sind auf nationaler Ebene die Abteilung Kindergärten der NÖ Landesregierung, der NÖ Landesschulrat, die NÖ Dorf- und Stadterneuerung, das Interkulturelle Zentrum, das Institut für Konfliktforschung, das Forum Erwachsenenbildung, das Pädagogische Institut Baden, Arbeiter- und Wirtschaftskammer NÖ sowie der ÖGB NÖ beteiligt.

Nähere Informationen bei der NÖ Landesakademie unter der Telefonnummer 02742/9005-12153, per e-mail unter equal@noel.gv.at.


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