06.06.2003 | 12:46

Konferenz über “Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung”

Schabl: Zugang zur Medizin für alle eine wichtige Grundsatzentscheidung

In St. Pölten fand heute die fünfte österreichische Gesundheitsförderungskonferenz mit dem Thema “Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung” statt. Die Konferenzteilnehmer wurden auch von Bundesministerin Maria Rauch-Kallat und Landesrat Emil Schabl begrüßt.

Das österreichische Gesundheitssystem sei unverzichtbar und müsse erhalten werden, sagte Rauch-Kallat bei der Eröffnung der ganztägigen Konferenz. Man müsse versuchen, die Kosten in den Griff zu bekommen, man müsse aber auch den demografischen Entwicklungen Rechnung tragen. Die steigende Lebenserwartung erhöhe auch die Kosten des Systems. Man werde sehr kreativ sein müssen, um einen Leistungsverlust beim Gesundheitssystem zu vermeiden und zugleich einen Gesundheitsgewinn finanzieren zu können. Sie werde versuchen, in den nächsten drei Jahren ihrer Regierungsperiode die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass sie selbst einen Mehrwert davon hat, wenn sie für ihre Gesundheit einen Beitrag leistet.

Im Bereich der Präventation seien vor allem die Rahmenbedingungen entscheidend, meinte Schabl. Es stelle sich natürlich die Frage, wie weit man diese Bedingungen selbst organisatorisch beeinflussen kann. “Da ist auch die Politik gefordert, diese Rahmenbedingungen zu setzen”, argumentierte Schabl. Immerhin habe hier bereits ein Umdenken stattgefunden. Der Zugang zur Medizin für alle, unabhängig vom Einkommen und vom gesellschaftlichen Stand, sei jedenfalls eine wichtige Grundsatzentscheidung.

Der Fonds “Gesundes Österreich” setzt heuer drei themenspezifische Schwerpunkte, die Bewegung, die Ernährung und die seelische Gesundheit sowie drei zielgruppenorientierte Schwerpunkte, Kinder und Jugendliche im außerschulischen Bereich, Erwerbstätige in Klein- und Mittelbetrieben und ältere Menschen im ländlichen und städtischen Raum.


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