18.12.2002 | 00:00

Weihnachts- und Neujahrsempfang im NÖ Landhaus

Pröll: Verwaltung als wichtiger Standortfaktor

„Ihre Arbeit ist für Niederösterreich zu einem entscheidenden Faktor im internationalen Wettbewerb geworden, das haben mir auch viele Investoren bestätigt“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern im NÖ Landhaus beim traditionellen Weihnachts- und Neujahrsempfang für leitende Landesbeamte. 2002 seien große Herausforderungen bewältigt und wichtige Erfolge erzielt worden. Als Beispiele nannte Pröll bedeutende Betriebsansiedlungen, den Ausbau der Infrastruktur und die Eröffnung des neuen Landesmuseums als „Schlussstein des Landhausviertels“. Die Landesverwaltung habe an diesen Erfolgen einen sehr wesentlichen Anteil. Auch die Hochwasserkatastrophe im August habe gezeigt, was eine Verwaltung zu leisten im Stande ist. Größte Herausforderung im kommenden Jahr werde die Vorbereitung auf die EU-Erweiterung sein. Niederösterreich habe sich mit dem Fitnessprogramm gut gerüstet, erklärte der Landeshauptmann und verwies auf die Verlängerung dieses Programms um weitere fünf Jahre. Das Ziel, Erweiterungsgewinner Nummer eins zu werden, könne erreicht werden.

Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Werner Seif verwies auf die Umsetzung der Verwaltungsreform als Arbeitsauftrag im zu Ende gehenden Jahr. Die Bezirkshauptmannschaft als zentrale Anlaufstelle und die Konzentration der Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft seien realisiert. Auch im Bereich des E-Government sei Einiges gelungen: elektronische Anzeigenübernahme von der Gendarmerie zu den Bezirkshauptmannschaften, Familienpass und Seniorencard, elektronische Abwicklung der Wohnbauförderung mit den Wohnbauträgern, behindertengerechte Internetseiten auf der Landeshomepage. Zur Zeit der Hochwasserspitze wurde innerhalb eines einzigen Tages 42.000 Mal auf die Wasserstandsberichte dieser Homepage zugegriffen, eine Nachfrage, die mit herkömmlichen Mitteln nicht zu bewältigen gewesen wäre. Auch im Bereich Deregulierung und Verwaltungsvereinfachung sei auf Landesebene Einiges erreicht worden – etwa die Vereinfachung des Jagd- und des Fischereigesetzes –, der Bund habe sich aber hier bei weitem nicht so „flink“ gezeigt. Er erwarte sich ein Umdenken im Sinn eines kooperativen Föderalismus. Im Blick nach vorne verwies der Landesamtsdirektor unter anderem auf ein Konzept „Bezirkshauptmannschaft neu“ mit fünf Bereichen statt 15 Abteilungen. Für Niederösterreich sei es selbstverständlich Verpflichtung, was in der 2000 beschlossenen Charta der Grundrechte der Europäischen Union proklamiert wurde: „Jeder Unionsbürger hat ein Grundrecht auf eine gute Verwaltung.“


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