28.11.2002 | 00:00

Fischer-Deponie: Räumung geht planmäßig voran

Jetzt durchschnittlich 3.611 Tonnen pro Tag

Die Räumung der Fischer-Deponie in Theresienfeld bei Wiener Neustadt geht planmäßig voran: Vom Beginn der Räumungsarbeiten am 22. August bis einschließlich 25. November konnten 186.233 Tonnen Abfälle abtransportiert und auf gesicherten Deponien entsorgt werden. Das gab die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt bekannt, die diese Deponie als Verwaltungsvollstreckungsbehörde gemeinsam mit der Firmengemeinschaft „ARGE Räumung Fischer-Deponie“ voraussichtlich bis Ende 2003 räumt. Für die Bergung des kontaminierten Untergrunds und die Wiederbegrünung des Deponieareals sind weitere zwei Jahre vorgesehen. Die Kosten der Räumung werden auf 140 Millionen Euro geschätzt.

In den letzten Wochen wurden die bei einer Baustelle dieser Größe auftretenden Anfangsprobleme beseitigt. Jetzt ist die abtransportierte Menge deutlich angestiegen. Noch im September lagen der Transport und die Entsorgung von durchschnittlich 2.727 Tonnen pro Tag hinter den Planvorstellungen von 2.891 Tonnen zurück. Die vergangene Woche brachte nun ein höchst erfreuliches Ergebnis: Die Tagesleistung lag durchschnittlich bei 3.611 Tonnen.

In den letzten Wochen wurde auch mit der Erkundung des zweiten Räumhorizonts begonnen, der zwischen 5 und 10 Meter tief liegt. Dabei wurde festgestellt, dass in Teilen der Deponie auch Abfallgemische aus hausmüllähnlichen Fraktionen und mineralische Komponenten, etwa Aushubmaterial, abgelagert wurden.

Der Einsatz von Gitterlöffeln mit lichten Gabelabständen zeigt zudem, dass eine Trennung der verschiedenen Müllsorten grundsätzlich großtechnisch möglich ist. Allerdings kann man auf Grund der einzelnen Komponenten der Abfallgemische, etwa Plastik, sonstige Leichtstoffe, Baurestmassen oder Feinteile, eine Sortierung mit dem Gitterlöffel oft erst in zwei Arbeitsschritten bewerkstelligen. Daher wurde zusätzlich ein Versuch unternommen, mit einem Trommelsieb – als weiteres gängiges großtechnisches Verfahren – den Müll zu sieben.


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