26.11.2002 | 00:00

Verbände mit „NÖ Müllometer 2001“ geehrt

Sobotka: Gesammelte Altstoffe sind vervierfacht worden

Durch die getrennte Müllsammlung konnte die zu deponierende Menge von Restmüll und Sperrmüll in Niederösterreich um 30 Prozent von ca. 362.000 Tonnen im Jahr 1990 auf ungefähr 257.000 Tonnen im Jahr 2001 reduziert werden. Im Jahr 1990 habe die gesamte Altstoffmenge 52.000 Tonnen betragen, 2001 hingegen 221.000 Tonnen, zeigte sich gestern Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zufrieden. Mit einem „Dankeschön für die intensive Mitarbeit durch 10 Jahre“ in den Abfallwirtschaftsverbänden, in denen ein Großteil der niederösterreichischen Gemeinden vertreten ist, an die drei Statutarstädte, die ebenfalls den „NÖ Müllometer 2001“ mit genauen Daten über die Entsorgung erhielten, sowie an den Obmann des NÖ Abfallwirtschaftsvereins, Direktor Alfred Weidlich, bzw. an Geschäftsführer Direktor Karl Kalteis würdigte er die Zusammenarbeit in den Kommunen, die gleichsam eine Familie geworden seien. Man hätte die Freiwilligkeit der Gemeinden, die Gemeindeautonomie, auch hier angewandt, meinte Sobotka, um zu erreichen, dass Abfälle zuerst vermieden, dann getrennt, durch das Recycling unter ökologischen Gesichtspunkten wieder verwendet werden und nur der Rest zur Entsorgung übrig bleibe. Es gelte jetzt, die Instrumente in der Müllbehandlung noch zu verfeinern. Ab 2004 werde in Niederösterreich die Müllverbrennung angewendet. Für Landesrat a.D. Franz Blochberger ist die Müllverbrennung eine „wesentliche Schiene in Niederösterreich, die auch funktioniert“.

Die Verleihung der „NÖ Müllometer“ an die Verbände und Statutarstädte, die im August 1993 zu einem Abfallwirtschaftsverein zusammengeschlossen wurden, dient auch dazu, um die Mengen in Niederösterreich deutlich zu machen: Im Jahr 2001 machte der Rest- und Sperrmüll 257.156 Tonnen oder 42,4 Prozent aus, die biogenen Abfälle 119.470 Tonnen oder 19,7 Prozent und die Problemstoffe wie E-Schrott oder Altspeisefette 8.198 Tonnen oder 1,4 Prozent. Altstoffe wie Papier, Glas, Textilien, Holz und Metalle betragen 221.358 Tonnen oder 36,5 Prozent. Der Vergleich zwischen dem gesamten Bundesgebiet und Niederösterreich zeigt, dass im Land unter der Enns weniger Rest- und Sperrmüll anfällt. In Niederösterreich ist die Trennquote mit 58 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt (52 Prozent). Außerdem hat Niederösterreich trotz vieler Haushalte mit Eigenkompostierung die größte Sammelmenge bei biogenen Abfällen.


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