19.11.2002 | 00:00

Analyse der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich

Onodi: Der erste Zwischenbericht ist abgeschlossen

„Die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich ist sicher hoch qualitativ. Dennoch dürfen wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müssen ständig danach trachten, die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern“, betonte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi die Wichtigkeit der nun vorliegenden ersten Ergebnisse der Vorstudie „Umfassende Gesundheitsversorgung Niederösterreich“. Darin wird der Ist-Zustand des Gesundheitssystems in Niederösterreich analysiert. Untersucht wurden die verschiedensten Leistungsbereiche, wie das gesamte Krankenanstaltenwesen, Ambulatorien, niedergelassene Ärzte, Hebammen und Therapeuten, Apotheken, Heime, Rettungs- und Krankentransporte, Kur- und Rehabilitationseinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Informations- und Beratungsstellen sowie die amtlichen Bereiche mit der schulärztlichen Betreuung und den Jugendämtern oder der Arbeitsmedizin. „Gerade für die Erhebung des aktuellen Zustandes haben wir uns eine genaueste Analyse und Erfassung zum Ziel gesetzt. Denn je höher die Kenntnis zur Ausgangslage ist, desto effektiver kann man die richtigen Maßnahmen zur Verbesserung setzen“, meinte Onodi.

Die durch die Analyse bereits aufgezeigten Möglichkeiten zur Verbesserung werden in weiterer Folge methodisch beurteilt. Als Kriterium werden hierfür die mangelnde Absicherung herangezogen, mit Kriterien wie die gesetzliche Verankerung, zwingende Dokumentation, Versorgungspflicht und Qualitätsverpflichtung, der Kostennachweis sowie die Rechungsprüfung und vorgesehene Kontrollmechanismen. Die Ergebnisse bilden dann den Ausgangspunkt für die Entwicklung von Arbeitshypothesen und Änderungsszenarien, aus denen die Anforderungen für die Hauptstudie abgeleitet werden können.

Eine Analyse des Ministeriums für Soziales für ganz Österreich auf Basis der Daten des Jahres 2000 hat Folgendes gezeigt: Die stationären Patienten stiegen um 2,9 Prozent, der Personalstand um 0,7 Prozent. Bei den Behandlungen war der Trend uneinheitlich. So sanken die Gesamtbehandlungen um 0,7 Prozent und die stationären Behandlungen um 2,8 Prozent, im Gegenzug stiegen die ambulanten Behandlungen aber um 5,6 Prozent. Sowohl bei den Kosten pro Belagstag als auch bei den Kosten pro Patient konnte Niederösterreich den zweiten Rang erreichen, was im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung um einen Rang bedeutet. Auch bei den Personalkosten konnte sich Niederösterreich um einen Rang auf den ausgezeichneten zweiten Platz verbessern. Bei den Sachkosten konnten in allen Bereichen Rangverbesserungen erreicht werden. „Zusammenfassend zeigen uns diese Ergebnisse, dass Niederösterreich im Bundesländervergleich ein Bundesland mit hoher Effizienz und einer guten Kostenstruktur ist“, sagte Onodi abschließend.


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