12.11.2002 | 00:00

Medizintechnik aus der Region Tulln für Entwicklungsländer

Neue Facette der VISP Grafenwörth

„Verwerten statt wegwerfen“, dieses Leitmotiv der Verwertungsinitiative Sperrmüll (VISP) Grafenwörth wurde jetzt um eine sinnvolle Facette bereichert: Die im Rahmen der E-Schrott Sammlung angelieferten medizinischen Altgeräte wie Praxiseinrichtungen, Therapie- und Diagnosegeräte, Laborausrüstungen und dergleichen leben als kostengünstige, langlebige, den örtlichen Gegebenheiten angepasste Medizintechnik in der Entwicklungszusammenarbeit wieder auf.

MED TECH PLUS, eine Wiener sozialökonomische Beschäftigungsinitiative, repariert, ergänzt mit Ersatzteilen und unterstützt Projektpartner bei der Einschätzung der Bedarfslisten in medizintechnisch bedürftigen Regionen. Die aus dem Raum Tulln gesammelten medizinischen Altgeräte kommen so einem guten Zweck zugute und tragen damit zu einer menschenwürdigen Gesundheitsversorgung in unterversorgten Regionen bei.

„Die jüngst begonnene Belieferung von MED TECH PLUS Wien ist ein weiterer Beweis für die Notwendigkeit überregionaler Kooperationen im Bereich ‚Verwerten statt Wegwerfen‘ und gibt dem gesteigerten Sammelbewusstsein und -aufkommen der Bevölkerung der Region Tulln einen zusätzlichen humanitären Wert. So kann z.B. eine in Tulln unbrauchbar gewordene Labor-Zentrifuge – abgegeben, von der VISP gesammelt und von MED TECH PLUS wieder instand gesetzt – in Kiew zu einem unentbehrlichen Gerät werden“, erklärt VISP-Geschäftsführer Peter Fojt.


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