29.10.2002 | 00:00

LH Pröll: Dynamische Entwicklung im Mostviertel

Bevölkerungszahl um 4,7 Prozent gestiegen

Die dynamische Entwicklung in Niederösterreich spiegelt sich auch im Mostviertel wider, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern in einer Pressekonferenz in Amstetten. Die Zahl der Hauptwohnsitzer stieg in diesem Landesteil gegenüber 1991 um 4,7 Prozent auf 397.026. Sorgen bereite trotz Rekordbeschäftigung allerdings der Arbeitsmarkt, wobei der Bezirk Amstetten mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent besser liege als der Landesschnitt. In den letzten Jahren seien einige bedeutende Betriebsansiedlungen gelungen; so wird am 8. November in St.Valentin das Engeneering Center der Firma Magna mit 200 Arbeitsplätzen eröffnet, im Endausbau werden weitere 300 dazukommen.

Eine wesentliche Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort ist eine optimale Verkehrsinfrastruktur. Schwerpunkt im Mostviertel ist der Ausbau der Westbahn mit Gesamtkosten von 3,2 Milliarden Euro, der 2010 abgeschlossen sein soll. 70 Kilometer sind bereits viergleisig ausgebaut, 30 Kilometer zwischen Amstetten und Haag sind derzeit im Bau (Kosten: 574 Millionen Euro), im Frühjahr 2003 wird mit der Neubaustrecke durch das Tullnerfeld begonnen (915 Millionen Euro). Für eine bessere Anbindung des öffentlichen an den Individualverkehr stehen im Mostviertel für Pkw 3.000 Park-and-ride-Stellplätze und 1.200 Radstellplätze zur Verfügung, davon sind 2.000 Pkw- und 800 Radstellplätze seit 1998 realisiert worden. Vor dem Baubeginn steht eine Anlage in Pöchlarn mit 300 Stellplätzen.

In den Straßenausbau wurden im Mostviertel seit 1998 152 Millionen Euro investiert, davon 109 Millionen in den sechsspurigen Ausbau der Westautobahn. 2003 werden weitere 20 Kilometer ausgebaut, die Gesamtfertigstellung ist für 2008 geplant. Weitere wichtige Vorhaben sind die Umfahrungen Enns und Prinzersdorf sowie der vierspurige Ausbau der B 121 Amstetten – Waidhofen an der Ybbs.

Aus dem NÖ Fitness Programm flossen bisher rund 440 Millionen Euro in das Mostviertel, so in den Bau des Schlosshotels Zell in Waidhofen an der Ybbs, den Ausbau des Messestandortes Wieselburg und die Errichtung des RIZ Amstetten. Die Hochbauinvestitionen von Land und Bund im Mostviertel beliefen sich seit 1998 auf 473 Millionen Euro, Beispiele sind Neubauten in den Krankenhäusern Amstetten, St.Pölten und Scheibbs sowie der Umbau der Landesberufsschule Pöchlarn. Über die Wohnbauförderung wurden im Mostviertel allein im Jahr 2001 rund 370 Millionen Euro bauwirksam umgesetzt und damit 7.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. abgesichert.


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