28.10.2002 | 00:00

Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen:

LR Plank eröffnete Heizwerk und Schulzubau

„Die landwirtschaftlichen Fachschulen erfüllen eine wichtige Aufgabe als Bildungs- und Kompetenzzentrum für den ländlichen Raum, dessen regionale Besonderheiten zur Attraktivität Niederösterreichs beitragen – sowohl auf kulinarischer und kultureller Ebene als auch hinsichtlich der landschaftlichen Vielfalt. Nachhaltiges Wirtschaften steht in diesen Regionen als oberstes Gebot im Vordergrund, betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank bei der Eröffnung des Schulzubaues und eines neuen Heizwerkes an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen.

Mit der neuen Biomasse-Fernwärmeanlage habe man einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt. Damit sei es möglich, den CO2-Ausstoss um 269 Tonnen pro Jahr reduzieren und knapp 7.000 Euro jährlich an Wertschöpfung in die Region zu bringen.

Die Biomassefernwärmeanlage am Gelände der Landwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen wurde von der FWG-Fernwärmeversorgung Hohenlehen reg.Gen.m.b.H., bestehend aus drei Landwirten, errichtet. Es ist ein weiterer Meilenstein im Rahmen des Programms „Entwicklung des ländlichen Raumes“. Bisher wurden für die Wärmeerzeugung rund 85.000 Liter Heizöl leicht pro Jahr eingesetzt. Nun werden rund 488 Kubikmeter Waldhackgut und 672 Kubikmeter Nebenprodukte aus der Holzbearbeitung als Brennstoff verwendet.

Zusätzlich zum neuen Heizwerk wurden auch ein Schulzubau und eine neu errichtete Kläranlage ihrer Bestimmung übergeben. Die Gesamtkosten für die Bauarbeiten betrugen rund 2,47 Millionen Euro.

In der Landwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen werden die Schüler durch eine praktische Ausbildung auf ihre künftige landwirtschaftliche Tätigkeit vorbereitet. Dazu laufen verschiedene fachspezifische Versuche und Tests im Rahmen des Schulbetriebes. So werden auf dem seit 1992 organisch biologisch geführten Lehrbetrieb 15 Milchkühe mit einer durchschnittlichen Milchleistung im letzten Jahr von 8.900 Kilogramm, Limousin-Zuchtrinder, Mutterkuhhaltung, Zucht- und Mastschweine zur eigenen Versorgung sowie ein Noriker-Pferd zur Holzeinbringung artgerecht gehalten.

Im neu errichteten EU-zertifizierten „Kooperationsschlachthof“ erlernen die Schüler auch die Schlachtung sowie die fachgerechte Zerlegung und Verarbeitung von Schaf, Schwein und Rind. Insgesamt 84 Bauern aus der Region sind Mitglieder dieses Schlachthofes. Zusätzlich werden im angeschlossenem Schulwald mit rund 60 Hektar Aufforstungs-, Pflege- und Erntearbeiten gelehrt.


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