23.10.2002 | 00:00

LH Pröll eröffnet am Freitag die neue Umfahrung Ziersdorf

3 Jahre Bauzeit und Investitionen von 18 Millionen Euro

Nach rund drei Jahren Bauzeit ist es nun so weit: Am kommenden Freitag, 25. Oktober, um 9 Uhr wird Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die neue Umfahrung von Ziersdorf für den Verkehr freigeben. „Damit sollen“, so der Landeshauptmann, „vor allem die Ortschaft vom Verkehr entlastet und die Lebensqualität für die Bewohner von Ziersdorf erhöht und gleichzeitig die Horner Straße als überregionale Verbindung der Verkehrsachse Wien – Prag erheblich aufgewertet werden.“ Derzeit rollen durch Ziersdorf täglich rund 10.000 Kraftfahrzeuge pro Tag, an Spitzenzeiten sogar bis zu 13.000. Nach Verkehrsfreigabe der Umfahrung wird mit einer Reduktion des täglichen Verkehrs um rund zwei Drittel gerechnet.

Die neue rund fünf Kilometer lange Umfahrungsstraße beginnt in Glaubendorf knapp nach der Kreuzung der B 4 mit der L 1221. Anschließend verläuft die Trasse nach der Unterfahrung der Franz-Josefs-Bahn südwestlich von Ziersdorf bis zur Kreuzung der B 4 mit der L 43 in Großmeiseldorf. Im Zuge des Baus der Umfahrungsstraße wurden auch drei Anschlussstellen (Ziersdorf Süd, Ziersdorf Mitte und Ziersdorf West) errichtet. Außerdem mussten vier neue Brücken – u.a. eine 90 Meter lange ÖBB-Überführung – sowie 11 Kleinbrücken auf Grund der zahlreichen Gerinnequerungen und Wirtschaftswegverbindungen gebaut werden. Die Gesamtkosten für die Errichtung der Umfahrung belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro.

Im kommenden Frühjahr wird noch der letzte Belag auf der neuen Umfahrungsstraße aufgebracht. Dafür ist nochmals eine kurzzeitige Sperre notwendig. Danach wird mit der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt von Ziersdorf begonnen, mit dem Ziel, das Ortsbild zu verschönern, menschen- und umweltgerecht zu gestalten und die Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Vor Beginn der Bauarbeiten für die neue Umfahrungsstraße wurden im gesamten Trassenbereich auch archäologische Grabungen durch das Bundesdenkmalamt durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Grabhügel aus der Hallstattzeit sowie Reste einer bronzezeitlichen Siedlung entdeckt und neben zahlreichen Kunst- und Gebrauchsgegenständen auch sieben menschliche Bestattungen freigelegt.


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