16.10.2002 | 00:00

Zum Schutz seltener Pflanzen

Zwei Flächen unter Naturschutz gestellt

Die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen stellte dieser Tage zwei Grundstücke unter Naturschutz: Sie machte in der Marktgemeinde Grafenbach-St.Valentin aus dem Steilhang eines Grundstückes mit 0,45 Hektar Fläche ein Naturdenkmal. In der Gemeinde Trattenbach wurde eine Moorwiese mit 3.466 Quadratmetern Fläche zum Naturdenkmal erklärt. Bei beiden Grundstücken ist das ein- bis zweimal übliche Mähen zeitlich bestimmt, in Grafenbach frühestens ab 1. Juli, in Trattenbach ab 25. Juli.

Bei der steilen Wiese in Grafenbach ist der Magerrasen bezeichnend, der sich als Standort des Kleinen Knabenkrauts, einer seltenen und auf der Roten Liste geführten und damit als gefährdet eingestuften Orchideenart, auszeichnet. Das Kleine Knabenkraut kommt auf dieser Wiese massenhaft in vier Farbvariationen vor. Aber auch andere, zum Teil sehr seltene Pflanzen wachsen auf dieser Wiese, wie Pechnelke, Sommerwurz, Kartäusernelke oder Trauben-Hyazinthe.

In Trattenbach ist eine Moorwiese besonders schützenswert, in deren Zentrum sich ein Vorkommen von Sonnentau, einer fleischfressenden Pflanze, befindet. Aber auch Orchideenarten wie Geflecktes und Breitblättriges Knabenkraut, Mückenhändelwurz, Großes Zweiblatt und Waldhyazinthe sowie weitere Pflanzen wie Wollgras und Simsenlilie sind in dieser Moorwiese vorhanden.


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