11.10.2002 | 00:00

Caritas St.Pölten feierte 30 Jahre Psychosozialer Dienst

Seit 10 Jahren Caritas-Wohnheim in Schiltern

Die Caritas der Diözese St.Pölten feierte gestern in der ehemaligen Synagoge in der Landeshauptstadt gemeinsam mit ihren Partnern, dem Bundessozialamt, dem NÖGUS, dem Arbeitsmarktservice und der NÖ Landesregierung sowie den Betreuten 30 Jahre Psychosozialer Dienst, 10 Jahre Eröffnung des Caritas-Wohnheimes Schiltern und 5 Jahre Beschäftigungs- und Berufsorientierungsprojekt für psychisch kranke Menschen.

1972 wurde das erste Übereinkommen zwischen der Caritas der Diözese St.Pölten und dem Amt der NÖ Landesregierung abgeschlossen. Gesetzliche Grundlage war damals das NÖ Behindertengesetz, heute das NÖ Sozialhilfegesetz. 2002 war der Personalstand des Psychosozialen Dienstes auf 19,75 Vollzeitarbeitsplätze bei Sozialarbeitern und 5,4 Vollzeitarbeitsplätze bei Ärzten angewachsen, rechnet man Teilzeit- und Vollzeitjobs zusammen.

Was mit einem einzigen Sozialarbeiter hier in St.Pölten begonnen habe, sei zu einer der bedeutendsten extramuralen Einrichtung in Niederösterreich geworden, sagte Landesrätin Christa Kranzl in ihren Grußworten. Sie erinnerte auch an den NÖ Psychiatrieplan 1995, der als ganz wichtige Weichenstellung für die Zukunft ein Wegkommen von stationären Einrichtungen einleitete, hinaus in die Regionen, um ein Angebot vor Ort bereitzustellen. Die Caritas, die den Westen Niederösterreich betreue, habe mittlerweile eine Vielzahl von Psychosozialen Einrichtungen eröffnet. Allein in den vergangenen drei Jahren habe es hier eine hundertprozentige Steigerung gegeben.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop meinte, mit schwierigen Themen wie der Tätigkeit der Caritas der Diözese St.Pölten habe man noch keine Stimme bei einer Wahl gewonnen. Vor dreißig Jahren sei erstmals der Gedanke entstanden, dass für die psychisch kranken Menschen andere Menschen als Begleiter gute Dienste verrichten. Mittlerweile ist viel geschehen, von der Freizeitbetreuung bis zur Tagesheimpflege. Man habe auch gesehen, dass vor allem die Erreichbarkeit sozialer Dienste einer Voraussetzung für das Werden und Gedeihen der Caritas der Diözese St.Pölten sei. Bei den psychisch Kranken habe man es mit Menschen zu tun, die einen Rechtsanspruch auf Betreuung hätten.


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