11.10.2002 | 00:00

Auf Entdeckungsreise gehen – im Schulgarten

Sobotka: „Schulfreiräume als wertvolle Form des Lernens“

Ein zweitägiges Symposium zum Thema „Schulfreiräume – Freiraum Schule“ wurde heute von Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in Pöchlarn eröffnet. Das Symposium befasst sich mit verschiedenen Gartentypen in Niederösterreichs Schulen. Der Bogen spannt sich vom bedürfnisgerechten Schulhof über planerische Aspekte und ausländische Schulhofentwicklungen bis zu Workshops zum Thema Schulhofgestaltungen. Veranstalter ist die Aktion „Natur im Garten“ gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS) und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

„Das Leben im 21. Jahrhundert scheint von Technik, Verboten, von passivem Zuschauen und Hektik sowie dazwischenliegenden Erholungs- und Entspannungsphasen bestimmt. In dieser Welt heben sich Gärten, die vielfältige Natur-Erlebnisse bieten, wohltuend ab“, so Sobotka bei der Eröffnung.

Unterhaltung, Information, Entspannung und Besinnlichkeit sowie die Berücksichtigung von Umwelt- und Naturthemen, das alles sollen Schulgärten bieten. Sehen – Riechen – Hören – Schmecken – Fühlen: Die fünf Sinne machen auf verschiedenste Aspekte aufmerksam und fordern spielerisch zum bewussten Wahrnehmen auf. Im Schulgarten kann man „sich gehen lassen“, die gestalteten Bereiche, Fauna und Flora genießen, Erfahrungen sammeln und Natur erleben: Können wir sie – entspannt oder aufgeregt neugierig – genießen, dann werden wir sie auch schützen.

„Allein durch die naturverbundenen Elemente erfahren Kinder wie Erwachsene hier ein Erlebnis besonderer Art: das Wohl-Fühlen. Unweigerlich animiert diese geschützte Welt mit ihren verschiedenen Naturgartenelementen zum Beobachten und kreativen Gestalten“, meint Sobotka. Jedes Element spreche Schritt für Schritt andere Sinne an: Klänge, Gerüche, unterschiedliche Blüten und Blätter, die Beschaffenheit von Hölzern und Rinden, Stein oder Böden. Insekten bei ihrer „Arbeit“ beobachten, Futterpflanzen, Nisthilfen oder kleine Gartenhelfer kennen lernen. Das rege zum Nachmachen an, und ein Stück der neuen Erfahrungen trage man mit nach Hause. Inhalte auf diese Weise vermitteln zu können, stelle eine pädagogisch wertvolle Form des Lernens dar.


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