11.10.2002 | 00:00

„Erweiterung ist wichtigstes Anliegen in Europa“

Prokop eröffnet EUREGIO-Tagung in Poysdorf

Die Erweiterung sei derzeit eines der wichtigsten Anliegen in Europa, sagte heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop bei der Eröffnung der EUREGIO-Tagung in Poysdorf. Prokop, seit 1999 Präsidentin der Versammlung der Regionen Europas, betonte, regionale Besonderheiten seien die Stärken eines vielfältigen, bunten Europa. Es ginge um ein einiges, aber nicht vereinheitlichtes Europa. Im Hinblick auf die Schaffung von Voraussetzungen für die Erweiterung sei die Arbeit des EUREGIO-Forums nicht hoch genug einzuschätzen.

In Bezug auf die Themen der Tagung „Jugend – Frauen – Grenzregionen“ meinte Prokop, internationale Begegnungen von Jugendlichen seien ein Muss für Offenheit, Toleranz, selbstverständliches Miteinander und die Bewältigung von Schwächen. Im Bezirk Mistelbach seien bereits 44 Prozent der Jugendlichen der Meinung, die Nähe zur Grenze sei eine Stärke. Um diese positive Haltung nicht durch eine negative Beschäftigungslage zu trüben, stünden für das Lehrlingsauffangnetz und das Sonderprogramm für arbeitslose Jugendliche in Niederösterreich insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung. Im Rahmen des am 3. Oktober im NÖ Landtag einstimmig gefassten „Gender Mainstreaming“-Beschlusses setze sie besondere Erwartungen in das EUREGIO-Projekt GEKO, gendersensible Kooperationen in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung, so Prokop abschließend.

Das EUREGIO-Forum ist ein Netzwerk des NÖ Regionalmanagements und Entwicklungsverbände, der regionalen Entwicklungsagentur Südmähren, der Regionalvereinigung Zahorie aus der Slowakei und der Komitatsverwaltung Györ-Moson-Sropon aus Ungarn. Im Rahmen des Netzwerkes werden Vereine, Institutionen, Gemeinden, Kleinregionen und Unternehmer, die mit Partnern beiderseits der Grenzen kooperieren wollen, in Projektkonzeption, Partnersuche, Durchführung und Umsetzung gemeinsamer Veranstaltungen unterstützt.


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