03.10.2002 | 00:00

Biotechnologie-Verfahren in Tulln

Pröll eröffnete neuen Fachhochschul-Lehrgang

Einen in Europa einzigartigen Fachhochschul-Studiengang gibt es jetzt in Tulln: Der Lehrgang für biotechnologische Verfahren wurde gestern im interuniversitären Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie (IFA) von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eröffnet. Der Studiengang ist eine Außenstelle der Fachhochschule Wiener Neustadt und organisatorisch der Universität für Bodenkultur zugeordnet. Die Ausbildung ist eine maßgeschneiderte Kombination von biologischem, chemischem und technischem Wissen. Die Absolventen schließen mit dem akademischen Grad Dipl.Ing. (FH) ab und können beispielsweise Berufe in der chemischen Industrie oder in der Nahrungsmittelindustrie ausüben. Der „Pionierlehrgang“ hat fünfzig Studenten.

Für Landeshauptmann Pröll ist der Ausbau der Fachhochschul-Studiengänge in Niederösterreich Teil der Bildungs- und Technologieoffensive. „Die Studiengänge sind praxisorientiert und bieten Studenten gute Zukunftsperspektiven“, erklärte Pröll. Lehre, Forschung und Ausbildung seien die Motoren jeder wirtschaftlichen Entwicklung. Zudem sei eine moderne Technologiepolitik für die Ostregion und ihre Arbeitnehmer unerlässlich. „In Niederösterreich gibt es derzeit 17 Fachhochschul-Studiengänge an fünf Standorten mit 5.200 Studenten. Unser Ziel sind 7.000“, betonte Pröll.


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