24.09.2002 | 00:00

Geld für Flutopfer statt Medaillen für Helfer

Pröll: Im Einvernehmen mit den Einsatzorganisationen

„Ich habe größten Respekt vor den Einsatzorganisationen, deren Angehörige während und nach der Hochwasser-Katastrophe bis zur Erschöpfung im Einsatz standen und die nun ein weiteres Mal ihr großes Herz für die Opfer der Flutkatastrophe gezeigt haben.“ Das stellte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute zu einem von ihm beantragten Beschluss der NÖ Landesregierung fest, der im Einvernehmen mit den Einsatzorganisationen erfolgt ist: Anstelle der Verleihung von Katastropheneinsatz-Medaillen an die Helfer bei der Hochwasser-Katastrophe im August wird der für die Anschaffung der Medaillen erforderliche Betrag von 200.000 Euro auf das bei der NÖ Landesbank-Hypothekenbank AG eingerichtete Spendenkonto „Soforthilfe Hochwasser NÖ“ eingezahlt.

Katastropheneinsatz-Medaillen werden an Personen vergeben, die in Niederösterreich bei Rettungs- und Hilfsmaßnahmen mindestens 48 Stunden im Einsatz standen. Das trifft im Fall des August-Hochwassers auf rund 30.000 Angehörige der Feuerwehr, des Bundesheeres, des Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Berg- und der Wasserrettung sowie der Gendarmerie zu. „Selbstverständlich“, so der Landeshauptmann, „würde ich jedem dieser 30.000 Helfer sehr gerne die Auszeichnung überreichen“. Im Hinblick auf die Not in Folge der schlimmsten Naturkatastrophe seit Menschengedenken wurde aber gemeinsam ein anderer Weg gegangen. Die Anschaffungskosten für 30.000 Katastropheneinsatz-Medaillen hätten 196.200 Euro betragen, dieser Betrag wird nunmehr aufgerundet und kommt der Soforthilfe für die Hochwasseropfer zugute.


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