12.09.2002 | 00:00

Ausstellung „Donau-Dünen-Löss“ in Schloss Niederweiden

Informative Schau auch für Schulklassen bestens geeignet

Noch bis 3. November ist im Schloss Niederweiden die Ausstellung „Donau-Dünen-Löss“ zu sehen, die einen Bogen von den Sand- und Kiesbänken der Donau zu den Dünen- und Lösslandschaften Niederösterreichs spannt. Ein wesentliches Ziel der Schau ist es, die Natur- und Landschaftsgeschichte dieser faszinierenden Lebensräume einem breiten Publikum vorzustellen.

Die Donau hat eine bewegte Geschichte: Im Jungtertiär floss die „Urdonau“ von Krems kommend Richtung Mistelbach, wo sie ins Meer mündete. Als das Meer zurückging und sich die Landschaft im Osten absenkte, änderte sich auch der Flusslauf und die Donau durchbrach die Wiener Pforte.

Im Quartär hatte die Donau ein mehrere Kilometer breites Flussbett, das sie immer wieder umbildete. Bei niedriger Wasserführung bildeten sich ausgedehnte Kies- und Sandbänke, der Wind konnte große Feinsedimentmengen aufwirbeln und verblasen. Feinkörniges Material wurde oft über weitere Strecken transportiert, ehe es sedimentierte und im Laufe der Zeit zu mächtigen Löss-Decken anwuchs. Im Gegensatz dazu lagerten sich grobkörnigere Sande meist schon im näheren Flussumland ab, teilweise in Form von Dünen.

Noch gibt es innerhalb der Sand- und Lössgebiete wertvollste Lebensräume, die zu den Kleinoden der niederösterreichischen Kulturlandschaft zählen. Dazu gehören Sanddünen und Sandtrockenrasen des Marchfeldes und des Marchtals, aber auch Hohlwege und kleinräumige Terrassenlandschaften im übrigen Weinviertel. Hier finden viele hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten letzte Refugien.

Da die naturkundlichen Zusammenhänge durch Videos und Schautafeln anschaulich erklärt werden, ist die Ausstellung auch für Schulklassen bestens geeignet.

Die Ausstellung im Schloss Niederweiden/Engelhartstetten ist bis 3. November jeweils Donnerstag bis Sonntag und Feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Telefon 02214/2803 oder 02285/6580.


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