19.08.2002 | 00:00

Europäischer Köhlerverein tagt in Rohr im Gebirge

Besuche bei Köhlern, Pechern und bei Kalköfen geplant

Die Köhlerei war früher ein beliebtes, aber eher armes Gewerbe. Heute ist die Kunst, aus Holz Holzkohle zu erzeugen, fast ausgestorben. Vom 27. August bis 1. September kommt der Europäische Köhlerverein zu einer Präsidialsitzung in die Gemeinde Rohr im Gebirge (Bezirk Wiener Neustadt). Die Teilnehmer aus Deutschland, Schweden und Schottland besuchen dabei mit den MitarbeiterInnen des Waldbauernmuseums Orte, wo Holzkohle erzeugt wird oder zumindest die Erinnerung daran noch wach ist.

So besichtigt man am Mittwoch, 28. August, bei einer Wanderung die Köhlerstraße in Rohr im Gebirge. Dort sind noch 4 Kohlenmeiler „in Brand“. Am Abend findet dann bei einem Heimatabend im Hotel „Kaiser Franz Joseph“ in Rohr im Gebirge die offizielle Begrüßung der Teilnehmer statt. Am nächsten Tag steht ein Besuch des Waldbauernmuseums in Gutenstein, das auch an die Köhlerei erinnert, auf dem Programm. Am Freitag, 30. August, ist eine Fahrt auf die Hohe Wand mit einer Führung zum Kalkbrennofen des Naturparks vorgesehen. Danach werden die Teilnehmer mit Bussen nach Hernstein gebracht, wo noch 12 Pecher – großteils neben dem Beruf – ihrem mühevollen Handwerk nachkommen. Am Samstag, 31. August, findet eine Fahrt zum Holzknechtsterz-Essen in der Hubmer-Gedenkstätte in Naßwald (Marktgemeinde Schwarzau im Gebirge) und zum neu restaurierten Kalkofen im Rohrbachgraben zwischen Puchberg und Ternitz statt. Am letzten Tag wird noch bei der Heimfahrt eine Köhlerei in Michelbach nahe Böheimkirchen besucht.


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