01.08.2002 | 00:00

Hochwasser an Schwechat, Triesting und Piesting

Sofortmaßnahmen durchgeführt

Die Flüsse Schwechat, Triesting und Piesting sowie die einmündenden Bäche Miesenbach und Furtherbach waren vom Hochwasser in der Nacht vom 6. zum 7. Juni besonders betroffen. Nach diesem Hochwasser begannen sofort die Aufräumarbeiten, berichtete Dipl.Ing. Hans Rosmann von der Abteilung Wasserbau beim Amt der NÖ Landesregierung. „Um diese Schäden zu beheben, waren Maßnahmen erforderlich, die in kürzester Zeit wirksam werden mussten. Diese Sofortmaßnahmen, die von den betroffenen Gemeinden und Wasserverbänden im Einvernehmen mit der Abteilung Wasserbau beim Amt der NÖ Landesregierung durchgeführt oder veranlasst wurden, waren an der Schwechat von Klausenleopoldsdorf bis Traiskirchen, an der Triesting von Weissenbach an der Triesting bis Tattendorf und an der Piesting von Miesenbach bis Wöllersdorf notwendig.“ Die schwersten Schäden seien an der Piesting und am Zufluss Miesenbach entstanden. Aber auch in den Gemeinden Kaumberg, Altenmarkt an der Triesting, Blumau-Neurißhof, Muggendorf, Würflach, Grünbach, Schrattenbach und Puchberg am Schneeberg, wo ebenfalls Flüsse und kleine Bäche über die Ufer traten, waren dringend Maßnahmen erforderlich. „Diese Sofortmaßnahmen umfassten die Entfernung des umgedrückten Uferbewuchses ebenso wie die Räumungen des Schotters und der Auflandungen oder die Sanierung von Ufer- und Dammbrüchen“, meinte Rosmann. Die Hochwässer 1991, 1997 und Juni 2002 hätten aber auch zu einer Neubewertung geführt. „Die Abteilung Hydrologie beim Amt der NÖ Landesregierung bewertet die hundertjährigen Hochwässer nur mehr als ein Ereignis, das etwa alle fünfzig Jahre als möglich gilt“, so Rosmann.

Aus diesem Grund sei in der Bezirkshauptmannschaft Baden bei einer Besprechung über das neueste Hochwasser der Triesting und der Schwechat sowie der in sie einmündenden Bäche von den Teilnehmern mehrfach gesagt worden, dass für das gesamte Einzugsgebiet raschest Maßnahmen zum Wasserrückhalt zu ergreifen sind. Bei dieser Besprechung gab der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung bekannt, dass für den Furtherbach bereits eine Studie zur Erkundung von Möglichkeiten, Rückhaltebecken zu bauen, in Auftrag gegeben wurde. Ende 2002 soll diese Studie fertiggestellt sein. Für die übrigen Einzugsgebiete, die den Hochwasserabfluss der Triesting beeinflussen, soll eine Gesamtstudie bis Ende 2003 vorliegen.


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