17.07.2002 | 00:00

Maßnahmen gegen Ameisen im Haushalt

Broschüre „Ungebetene Gäste“ informiert

In der freien Natur sind Ameisen als Abfallbeseitiger und Gesundheitspolizei durchaus geschätzt. Tauchen die Tiere aber in Küchen oder in Schlafzimmern auf, hält sich die Freude in Grenzen: Aus wenigen Tieren wird bald ein Massenvorkommen oder eine Ameisenstraße.

In Österreich sind vor allem zwei Ameisenarten anzutreffen: Rote Waldameisen errichten große Haufen, schwarze Gartenameisen bauen ihre Nester unter Steinen, im Rasen, in Wandrissen und Balken oder unter Dielen. Durch undichte Türen und Fenster können die Tiere in das Haus gelangen. Räumliche Hindernisse sind kein Problem: Mühelos schaffen sie auch den Aufstieg in das dritte Stockwerk. Ameisen im Haushalt verderben Lebensmittel, vor allem Süßspeisen und Fleischwaren, können aber keine Krankheiten übertragen.

Seltener kommen die kleineren, honiggelben Pharaoameisen, die aus Asien eingeschleppt wurden, vor. Sie vermehren sich auch bei uns in gut beheizten Gebäuden rasch. Sie fressen vor allem eiweißhaltige Nahrung wie Käse, Milch, Fleisch, tote Insekten, aber auch Blut und zuckerhältige Substanzen. Pharaoameisen können auch Krankheiten übertragen. Vorbeugen wie bei heimischen Ameisen ist hier keine Lösung: Wenn sie einmal im Haus sind, ist ihr Auftreten schwer zu bekämpfen. In diesem Fall sollte eine professionelle Firma, die sich der Schädlingsbekämpfung widmet, beauftragt werden.

Um sich vor heimischen Ameisen im Haushalt zu schützen, sollten zuckerhältige Lebensmittel gut verschlossen aufbewahrt, Mülleimer besonders in der warmen Jahreszeit häufig entleert und Geschirr sofort abgewaschen werden. Auch die Essensreste sollte man nicht stehen lassen. Dazu sollten undichte Fenster, Türen und Mauerritzen abgedichtet, Ameisenlöcher mit Klebebändern oder Kitt verschlossen werden.

Und was macht man, wenn es zum Vorbeugen zu spät ist? Auf die Ameisenstraße stark riechende Pflanzen oder Gewürze wie Lavendel, Thymian, Wacholderblätter, Minze oder Chilipulver streuen. Ameisen können mit dem Staubsauger entfernt werden. Auch eine Salzlösung oder einige Tropfen Lavendelöl auf die Ameisenstraße träufeln, hilft gegen Massenvorkommen. Salz, Backpulver oder eine Mischung aus Backpulver und Staubzucker zeigt ebenfalls Wirkung. Für den Außenbereich kann man Tontöpfe mit Holzwolle ausstopfen und dann aufstellen. Die Ameisen bauen darin ihr Nest und können nach einigen Wochen samt Gefäß entfernt werden.

Tipps dazu gibt es auch in der Broschüre „Ungebetene Gäste“, erhältlich bei den regionalen Umweltberatungsstellen, bei „die umweltberatung“ Niederösterreich, Telefon 02742/718 29, und unter niederoesterreich@umweltberatung.at.


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