17.06.2002 | 00:00

„Weißer Fleck optimaler medizinischer Versorgung ausgemerzt“

LH Pröll eröffnet Medizinisches Zentrum Gänserndorf

Endlich sei ein weißer Fleck optimaler medizinischer Versorgung in Niederösterreich ausgemerzt, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Samstag bei der Eröffnung des Medizinischen Zentrums Gänserndorf (MZG). Das MZG basiert auf einem Kooperationsvertrag von 1999 und wird als Teil des Weinviertel-Klinikums von Mistelbach aus geleitet. Vorgesehen ist es in erster Linie als Tagesklinik für vorangemeldete Patienten.

Damit sei der Startschuss für eine bessere medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gegeben. Niederösterreich, wo heute mehrere Krankenhäuser arbeitsteilig kooperieren, lege besonderes Augenmerk auf die ständige Hinterfragung medizinischer Strukturen und ihrer wirtschaftlichen Effizienz. Niederösterreich sei heute in der Lage, seinen Bürgern, wo immer sie sich befinden, optimale medizinische Versorgung zu bieten. Als Landeshauptmann, so Pröll weiter, werde er sich auch dafür einsetzen, dass im MZG bald ein Zentrum zur Bekämpfung des Blutkrebses eingerichtet werde, um den Patienten lange Wartezeiten in Wien zu ersparen. Allerdings biete auch ein noch so gut ausgebautes Spitalsnetz noch keine Gewähr für die Gesundheit, für die jeder selbst hauptverantwortlich sei. In den Spitälern aber solle jeder, der in bitteren Stunden Hilfe suche, auch Zuneigung und Hingabe erhalten, so Pröll.

Vom Weinviertel-Klinikum erwartet sich der Landeshauptmann auch wirtschaftliche Effekte für die Region, allein die Investitionen von rund 10 Millionen Euro in Gänserndorf bedeuteten Aufträge für die Unternehmen der Region. Insgesamt betrage das derzeitige Ausbauprogramm für die niederösterreichischen Spitäler rund 450 bis 500 Millionen Euro, nicht zuletzt auch, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Als Landeshauptmann sei er stolz, dass Niederösterreich im Vergleich zu anderen Bundesländern wirtschaftlich an der Spitze liege, so sei mit einem Plus von 1,5 Prozent das NÖ Wirtschaftswachstum doppelt so hoch wie in Gesamtösterreich.

Landesrat Fritz Knotzer betonte, es gehe um die bestmögliche medizinische Betreuung. Der zentrale Auftrag dabei laute „Gesundheit in Sicherheit“, das beinhalte Gesundheitsvorsorge, umfassende spitzenmedizinische Einrichtungen, weitreichende Rechte für Patienten sowie ständige Qualitätskontrolle und effizientes Wirtschaften. Eine Zweiklassengesellschaft dürfe nicht zugelassen werden. Wenn Kooperationen in der medizinischen Versorgung zunehmend die Gesundheitspolitik in Niederösterreich bestimmen, sei dies auch ein Beitrag für Standort- und Arbeitsplatzsicherung. Regionale Einheiten seien überschaubar und könnten rascher reagieren. Er sei überzeugt, so Knotzer abschließend, dass durch das MZG auch das Krankenhaus Mistelbach einen wesentlichen Leistungssprung erfahren wird.


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