11.06.2002 | 00:00

Pröll und Plank: Rasche Hilfe für Hochwasseropfer

Derzeit kein Grund zur Besorgnis

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank haben gestern, Montag, rasche Hilfe für die vom Hochwasser Geschädigten in den Bezirken Baden, Wiener Neustadt und Neunkirchen zugesagt. Um die rasche Abwicklung zu gewährleisten, nehmen in den Gemeinden die Schadenskommissionen unverzüglich die Arbeit auf. Diese Kommissionen setzen sich aus dem Bürgermeister oder einem Stellvertreter, einem Vertreter der Opposition und einem Bausachverständigen zusammen. Sie erheben das Schadensausmaß (Privatschäden an Häusern, Feldern, Güterwegen), das dann an das Land (Landwirtschaftliche Förderungsstelle LF3) gemeldet wird. Gesondert erhoben werden Schäden an Brücken und Straßen seitens der Straßenbauabteilung.

Die Hilfe wird zu 60 Prozent aus dem Katastrophenfonds des Bundes und zu 40 Prozent aus Landesmitteln aufgebracht. Bei Hochwasser liegt die maximale Entschädigung laut Katastrophenfondsgesetz bei 20 Prozent der Gesamtschadenshöhe, in Härtefällen werden bis zu 50 Prozent ausbezahlt.

Das Land Niederösterreich hat für das jüngste Hochwasser 2 Millionen Euro vom Bund angefordert. Die Landesmittel für die Hochwasserhilfe werden nachträglich budgetiert. Beim katastrophalen Hochwasser 1997 wurden insgesamt 50,3 Millionen Euro an Beihilfen ausbezahlt, beim Donauhochwasser vor wenigen Wochen waren es 800.000 Euro.

Die Wasserstände der Zubringer zur Donau in Niederösterreich gehen heute, Dienstag, allesamt zurück, sind schwach fallend oder gleichbleibend. Die Donau selbst bleibt derzeit konstant auf einem hohen Mittelwasserstand. Es besteht derzeit also kein Grund zur Besorgnis.

Der Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden hielt heute, Dienstag, sein Verbot, Wasser ungekocht zu trinken, für einen Teil seines Versorgungsgebietes, in dem rund 40.000 Personen leben und mit Quellwasser aus der Harras beliefert werden, weiterhin aufrecht. Im Laufe des Tages erwartet man aber den Endbericht des Umweltschutzverbandes, meinte heute der Obmann des Wasserleitungsverbandes, Vizebürgermeister Franz Gartner. Die anderen Quellen und Brunnen dieses Verbandes haben aber reines Wasser. Die Schäden mancher Gemeinden im Triestingtal, besonders in Furth an der Triesting oder in Weissenbach an der Triesting, und der Privaten seien, so schätzte Gartner, um bis zu 50 Prozent höher als beim letzten großen Hochwasser im Jahr 1997.

Derzeit wurden nur mehr von einigen örtlichen Feuerwehren, etwa im Triestingtal, Aufräumarbeiten vorgenommen.


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