24.05.2002 | 00:00

Beschäftigung durch den Verein „Jugend und Arbeit“

Seit 1986 über 2.300 Personen am Arbeitsmarkt integriert

Die Unterstützung von Problemgruppen am Arbeitsmarkt ist das erklärte Ziel des landesnahen Vereins „Jugend und Arbeit“. Der Verein bietet seit 1986 verschiedene Beschäftigungsprojekte an, die bereits für mehr als 2.300 Personen das Sprungbrett in den Arbeitsmarkt waren. „Niederösterreich hat damit eine Vorreiterrolle bei maßgeschneiderten Lösungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Gruppen übernommen“, betonte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die als Zielgruppen vor allem Wiedereinsteigerinnen, Pädagogen, Kindergärterinnen, Langzeitarbeitslose und nun auch wieder verstärkt die 19- bis 25-jährigen nannte. Das wird zum Unterschied von herkömmlichen Anbietern von Personal auf Zeit insbesondere durch individuelle Betreuung und Beratung sowie Schulungsmaßnahmen erreicht, wobei Prokop die besonderen Stärke des Vereins in der Flexibilität, im raschen Reagieren auf den Bedarf der Wirtschaft sieht. Auch heuer sollen wieder bis zu 300 neue Arbeitsplätze im Rahmen der Beschäftigungsprojekte geschaffen werden. Finanziert werden die Arbeitsplätze zu 50 Prozent vom Beschäftiger, zu 31 Prozent vom Arbeitsmarktservice und zu 19 Prozent vom Land.

Derzeit laufen beim Verein insgesamt fünf Beschäftigungsprojekte: „Flying Nannies“ beispielsweise bietet seit fünf Jahren ausgebildeten Kindergärtnerinnen ohne Beschäftigung die Möglichkeit, für berufstätige Eltern die Kinderbetreuung zu übernehmen. Beim Projekt „Job 2000“, eines der erfolgreichsten des Vereins, wiederum werden Langzeitarbeitslose an niederösterreichische Unternehmen „verleast“. Durch die Anstellung im Projekt und einer entsprechenden sozialpädagogischen Betreuung konnten im Vorjahr beinahe die Hälfte der Dienstnehmer von den Firmen übernommen werden. Ein weiteres Projekt ist die „NÖ Lehrerbörse“. Hier übernehmen VS-, HS- und AHS-Lehrer sowie Kindergärtnerinnen, die auf einen Schulposten oder Arbeitsplatz warten müssen, die Lern- und Nachmittagsbetreuung in Kinderhorten, betreuen behinderte Kinder oder sind in der Erwachsenenbildung tätig. „Start up“ ermöglicht es Berufseinsteigern mit abgeschlossener mittlerer oder höherer Schule bzw. Universitätsabsolventen, erstmals Berufspraxis zu sammeln. Beim Projekt „Apollonia 2020“ wiederum sind ausgebildete Kindergärtnerinnen in NÖ Landeskindergärten als sogenannte Zahngesundheitserzieherinnen eingesetzt. Darüber hinaus wird im Herbst dieses Jahres ein weiteres Projekt für Wiedereinsteigerinnen gestartet.

Für Prokop haben diese Beschäftigungsprojekte neben der arbeitsmarktpolitischen Bedeutung auch einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Nutzen und bringen beachtliche Summen für den Staatshaushalt. Immerhin werden allein in diesem Jahr Dienstgeberbeiträge von 740.000 Euro, Sozialversicherungsbeiträge von 525.000 Euro und Lohnsteuerbeiträge von 130.000 Euro abgeliefert.

Nähere Informationen zum Verein „Jugend und Arbeit“ und dessen Beschäftigungsprojekte sind unter der Telefonnummer 02742/9005-16489, e-mail: jugend.und.arbeit@nextra.at bzw. unter www.jugend-und-arbeit.at zu erhalten.


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