10.05.2002 | 00:00

Ökumenisches Mittagessen im NÖ Landhaus

LH Pröll: Ein Zeichen der Toleranz setzen

„Die Harmonie zwischen Kirche und Staat sowie zwischen den christlichen Glaubensgemeinschaften ist gerade in unserer heutigen Zeit ungeheuer wichtig“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beim traditionellen ökumenischen Mittagessen mit katholischen und evangelischen Würdenträgern im NÖ Landhaus. Gerade in letzter Zeit habe er bei vielen Veranstaltungen – etwa bei den Feiern zum 50-Jahr-Jubiläum der Wiedereröffnung des Stephansdomes, bei der Weihe des Schutzengels an der Westautobahn, bei der Wiedereröffnung der Pfarrkirche in Guntramsdorf und vor allem auch beim Festakt „Evangelisch in Niederösterreich“ auf der Schallaburg – festgestellt, dass in Niederösterreich die Ökumene gelegt wird und zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. In vielen Teilen der Welt werden aber nach wie vor Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, vertrieben und sogar ermordet. Es sei wichtig, ein Zeichen der Toleranz zu setzen, um damit der Jugend ein Vorbild zu geben. Eine gemeinsame Aufgabe von Kirche und Staat wird es auch sein, für einen Wiederaufbau der Werte einzutreten, nachdem der materielle Wiederaufbau geschafft worden ist.

Kardinal Dr. Christoph Schönborn unterstrich im Hinblick auf die schrecklichen Ereignisse in Erfurt und in den Niederlanden die Bedeutung der Familien. Die Zukunft der Gesellschaft gehe über die Familie, zitierte er Papst Johannes Paul II. Ein politischer Mord wie in den Niederlanden sei ein Menetekel, er forderte eine „Abrüstung der Worte“, mit der Sprache sei behutsam umzugehen. Der evangelische Superintendent Mag. Paul Weiland verwies auf den Festakt auf der Schallaburg, der gezeigt habe, dass aus dem Nebeneinander ein Miteinander geworden ist, was angesichts der Geschichte nicht selbstverständlich sei. Die Evangelischen seien in Österreich und in Niederösterreich eine Minderheit, die aber sehr viel eingebracht und zur Entwicklung beigetragen habe.


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