03.04.2002 | 00:00

Ozonsaison begann am Ostermontag mit hohen Werten

Umfassende Information über Telefon und Internet

Am Ostermontag, 1. April, hat die Ozonsaison und damit die verstärkte Überwachung dieses Schadstoffes begonnen. Das herrliche Osterwetter hat aber noch vor Beginn der Saison die Werte in die Höhe schnellen lassen. So wurde am Karsamstag südlich von Wien sogar der Schwellwert der Informationsstufe der EU-Ozonrichtlinie von 0,18 Milligramm Ozon pro Kubikmeter Luft knapp überschritten, ein für diese Jahreszeit eher seltenes Ereignis. Diese EU-Richtlinie ist allerdings in Österreich noch nicht rechtskräftig und wird voraussichtlich erst nächstes Jahr Gesetzeskraft erlangen.

Am Tag davor, am Karfreitag, wurden im nordwestlichen Umland von Wien erhöhte Ozonwerte beobachtet, die allerdings unter dem Schwellwert blieben. In den nächsten Tagen werden die Ozonkonzentrationen voraussichtlich ebenfalls leicht erhöhte Werte zeigen, sofern das schöne Wetter anhält. Der Schwerpunkt der Ozonbelastung liegt allerdings noch vor uns. Erfahrungsgemäß treten die höchsten Werte, die bei entsprechenden Wetterbedingungen auch den Grenzwert von 0,20 Milligramm Ozon pro Kubikmeter Luft für die Auslösung der Vorwarnstufe überschreiten können, meist erst Ende Juni und im Hochsommer auf. Ab der zweiten Augusthälfte und im September zeigt die Belastung im Allgemeinen wieder geringere Werte. Wie sich die Ozonkonzentrationen tatsächlich entwickeln werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht prognostiziert werden.

Seit Ostermontag ist jedenfalls ein täglicher Ozondienst eingerichtet. Wie in den Vorjahren bildet Niederösterreich gemeinsam mit Wien und dem nördlichen sowie mittleren Burgenland das Ozonüberwachungsgebiet 1. Werden in diesem Gebiet Überschreitungen von Grenzwerten an zumindest zwei Messstellen festgestellt, so erfolgt die Ozonwarnung für den gesamten Bereich.

Entsprechend den gesetzlichen Regelungen in Österreich beträgt der Grenzwert der Vorwarnstufe für Ozon 0,20 Milligramm pro Kubikmeter als Dreistundenmittelwert. Bei Werten über 0,30 Milligramm pro Kubikmeter muss die Warnstufe 1, bei Konzentrationen über 0,40 Milligramm pro Kubikmeter die Warnstufe 2 ausgerufen werden. Während die Vorwarnstufe nach bisherigen Erfahrungen jährlich auch mehrmals auftreten kann, wurden die Warnstufen seit Bestehen des Ozongesetzes nie erreicht. Die Bevölkerung wird über die Ausrufung eines Ozonvoralarms über den Hörfunk raschest informiert. Darüber hinaus stehen der Bevölkerung der telefonische Luftgüteinformationsdienst, das NÖ Luftgütetelefon und die Internetseiten des Landes Niederösterreich zur Verfügung, um den aktuellen Stand der Ozonbelastung abfragen zu können. Den Luftgüteinformationsdienst erreicht man durch Anwahl jeder beliebigen Bezirkshauptmannschaft in Niederösterreich, also entsprechender Vorwahl und der Hauptnummer 9025, oder der Landesregierung in St.Pölten mit 02742/9005; nach Durchwahl zur Nebenstelle 11000 erhält man aktuelle Messdaten von Ozon (wahlweise auch von Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid). Bei Anwahl der Nebenstelle 11100 werden nach Eingabe einer niederösterreichischen Postleitzahl Luftschadstoff- und Wetterdaten nahegelegener Luftgütemessstellen verlautbart. Die Nebenstelle 11300 informiert über Wind und Lufttemperaturen. Der auf das NÖ Luftgütetelefon unter der Nebenstelle 14444 aufgesprochene tägliche Luftgütebericht gibt Informationen über die aktuelle Ozonentwicklung. Nicht nur die Ozonwerte, sondern auch Daten anderer wichtiger Luftschadstoffe sowie Wetterdaten liefert der Umweltbereich der Internetseiten des Landes unter www.noe.gv.at.


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