08.02.2002 | 00:00

Wasserkraft: Lösung in Griffweite

Sobotka: „Erfreut über ernsthafte Gespräche“

Erfreut zeigt sich Finanz-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka über die Gesprächsbereitschaft von Bundesminister Dr. Martin Bartenstein, den geplanten Verbund-E.ON-Deal noch einmal zu überdenken. Niederösterreich wird seine Forderung nach einer innerösterreichischen Lösung noch einmal in die Diskussion einbringen. „Niederösterreich hat sich mit seiner vehementen Ablehnung eines Ausverkaufs des österreichischen Wassers durchgesetzt und gezeigt, wie sehr uns eine innerösterreichische Lösung am Herzen liegt“, betont Sobotka.

Österreich verbraucht im Durchschnitt 52 Terra Watt Strom im Jahr. Allein 40 Terra Watt werden durch die saubere Wasserkraft abgedeckt. „Der Vorschlag des Ministers auf Beteiligung der Länder an der Austrian Hydro Power ist ein erster Schritt zu einer gemeinsamen Lösung“, so Sobotka weiter.

Eine gemeinsame Lösung kann laut Sobotka nur, ähnlich wie es die erfolgreiche Energie Allianz vorlebt, innerösterreichisch umgesetzt werden. „Wir werden aber nicht zulassen, dass E.ON österreichische Wasserkraft in den europäischen Markt exportiert und im Gegenzug Atom-Strom zur Deckung des österreichischen Bedarfs importiert“, so Sobotka.

Daher ist für Sobotka nur eine österreichische Lösung unter Führung österreichischer Energieversorger denkbar. „Zuerst muss der österreichische Strombedarf abgedeckt werden, erst dann kann der saubere Wasserkraftstrom exportiert werden – auch mit einer eventuellen Beteiligung eines europäischen Partners, etwa E.ON“, so Sobotka abschließend.


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