06.02.2002 | 00:00

Zwischenstaatliches Pilotprojekt im Weinviertel:

Grenzüberschreitende Bewässerung fördert den Weinbau

Die Zusammenarbeit der Regionen dies- und jenseits der niederösterreichisch-tschechischen Grenze geht auf regionaler Ebene weiter: Im Rahmen des INTERREG IIIA-Programms wird eine Tröpfchenbewässerungsanlage für Weingärten auf österreichischer Seite in den Gemeinden Retzbach und Retz errichtet und, wie kürzlich von der NÖ Landesregierung beschlossen, aus EFRE-Mitteln mit einem Betrag von 583.200 Euro gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei 1.166.000 Euro.

Die Weingärten in den betroffenen Rieden dies- und jenseits der Grenze leiden unter Trockenheit, in ungünstigen Jahren sinken Erträge und Qualität. Das Projekt der Wassergenossenschaft Retzbach wurde gemeinsam mit dem Partner Zavlahy Dyjakovice im Mai 2001 begonnen und wird in wenigen Wochen abgeschlossen: Weingärten, davon 180 Hektar auf österreichischem Gebiet, werden bewässert, was sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile bringt und einer Verödung der einzigartigen Kulturlandschaft des Retzer und des Znaimer Beckens entgegenwirkt. Zur Zeit ungenutzt liegende Pump- und Leitungsanlagen auf tschechischer Seite der Staatsgrenze wurden reaktiviert. Mit dieser Zusammenarbeit auf regionaler Ebene sind auch regelmäßige Treffen der Landwirte beider Regionen verbunden. So werden gemeinsame Exkursionen und gemeinsame Weinverkostungen samt Prämierung durchgeführt.

Nähere Details sind bei der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik beim Amt der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/9005-14230, zu erfragen.


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