04.02.2002 | 00:00

220 Postämter in NÖ sollen geschlossen werden

Schabl: Regionen werden im Stich gelassen

Der Zweite Präsident des NÖ Landtages, Landtagsabgeordneter Emil Schabl, und der Schwarzenbacher Bürgermeister Johann Giefing meinten am Freiag in einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St.Pölten, dass für die bevorstehende Schließung der Postämter in Niederösterreich kein Konzept vorliege.

Derzeitiger Stand sei die Schließung von 220 Postämtern in Niederösterreich, sagte Schabl. Mit Ersatzlösungen, die überall dort kommen sollen, wo Postämter geschlossen werden, schaue es „ganz schön dürftig aus“. In den meisten Fällen sei überhaupt keine Ersatzlösung mehr möglich, weil es in den betroffenen Gemeinden keinen Nahversorger mehr gebe. In anderen Gemeinden wiederum gäbe es zwar eine Ersatzlösung, die Post vertritt aber die Ansicht, dass sich das Weitermachen aus wirtschaftlichen Gründen hier nicht mehr lohne. Nur über den Rest wolle man verhandeln.

Schabl und Giefing machten deutlich, dass das Vorgehen in der Marktgemeinde Schwarzenbach keinen Einzelfall darstelle. Die Regionen in Niederösterreich würden im Stich gelassen. Er forderte die Verantwortlichen auf, hier eine Lösung zu finden. Über ernsthafte Konzepte sei bisher nicht verhandelt, sondern alles zur Beruhigung der Öffentlichkeit gemacht worden.

Das Schwarzenbacher Postamt im Bezirk Wiener Neustadt, das im Gemeindeamt untergebracht ist, sei im Juli des Vorjahres mit Kosten von 43.603,70 Euro saniert worden, ebenso die Unterkunft der Zusteller, die jetzt geschlossen und in den Nachbarort verlegt werden soll, sagte Giefing.


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