21.01.2002 | 00:00

Reformation und Gegenreformation:

Schallaburg zeigt Schau über Schicksale einer Kirche

„Evangelisch! – Gestern und Heute einer Kirche“ ist das Thema einer Sonderausstellung, die vom 20. April bis 27. Oktober auf Schloss Schallaburg, einem einstigen Zentrum des Protestantismus, gezeigt wird. Sie dokumentiert die rasche Ausbreitung der Reformation und die Errichtung einer evangelischen Kirche im Lande und befasst sich auch mit der Gegenreformation, als die Landesherren bemüht waren, die konfessionelle Einheit des Landes im Sinne des Katholizismus wieder herzustellen und die Lutheraner zur Bekehrung zu nötigen. Als Kaiser Joseph II. 1781 das Toleranzpatent erließ, war kaum jemand von den Reformierten übriggeblieben: Nur eine Gruppe von Holzknechten, die im Ötschergebiet angesiedelt worden waren, konnte eine evangelische Gemeinde bilden. Erst danach begann wieder eine Zuwanderung von Evangelischen in den Raum südlich von Wien, woraus nach 1860 wieder evangelische Gemeinden entstanden.

Die Schau wird von Univ.Prof. Dr. Gustav Reingrabner gestaltet, dem führenden Experten für die Geschichte der Reformation. Exponate kommen auch aus den niederösterreichischen Stiften und Klöstern. Ein Schwerpunkt der Ausstellung gilt auch dem Schicksal der Ausgesiedelten wie beispielsweise in Franken sowie jenen Gruppen, die später in Niederösterreich neue Gemeinden gründeten. Dargestellt wird aber auch der heutige Zustand der evangelischen Kirche im Lande mit der Superintendentur in der Landeshauptstadt St.Pölten.


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