20.12.2001 | 00:00

Positive Klimabilanz 2001 für Niederösterreich

Sobotka: CO2-Ausstoß auf Niveau von 1998 gehalten

Im Rahmen der 1999 mit 43 Gemeinden gestarteten Klimabündnis-Aktion konnte Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka gestern in St.Pölten eine positive Klimabilanz für das Jahr 2001 ziehen. Einige der mittlerweile 184 Klimabündnis-Gemeinden würden das Klimabündnis-Ziel sicher erreichen, zuletzt sei neben der Quantität auch die Qualität der eingeleiteten Maßnahmen auf Gemeindeebene erfreulich gestiegen, betonte dabei Sobotka. Das Land hat bisher Projekte von 77 Gemeinden unterstützt und dabei mit einer Förderung von 7,4 Millionen Schilling (537.779 Euro) Investitionen von 63 Millionen Schilling (4,58 Millionen Euro) ausgelöst, was einer Verachtfachung der eingesetzten Mittel entspricht.

Unter dem Motto „Global handeln, lokal verantworten“ sei im Klimabündnis keiner ausgeschlossen, könne vom Kleinkind bis zum Senior jeder seinen Beitrag leisten und trage auch jeder Verantwortung bei Ernährung, Bauweise und Mobilität, so Sobotka weiter. Ein Kilogramm südafrikanischer statt heimischer Äpfel bedeute etwa fünfmal mehr CO2-Ausstoß.

Insgesamt gelte es in Niederösterreich, 3,5 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, 1,68 Millionen davon seien bereits umgesetzt. Wenn auch das Land insgesamt das Klimabündnis-Ziel wahrscheinlich nicht erreichen werde, sei doch der Weg das Ziel. Immerhin habe es Niederösterreich im Gegensatz zu anderen Bundesländern geschafft, trotz eines Wirtschaftswachstums von 5,4 Prozent und einer Verkehrszunahme von 13 Prozent den CO2-Ausstoß auf dem Niveau von 1998 zu stabilisieren, so Sobotka.

Bei den vernetzten Instrumentarien hob der Umwelt-Landesrat besonders die für ganz Österreich mustergültige Öko-Eigenheimförderung, die Aktion „25 Prozent Bio in NÖ Großküchen“ und das Ökomanagement mit mittlerweile 109 Betrieben hervor. Auch der TecNetCluster Holz und die ökologische Reinigung in Landeseinrichtungen, die bereits zu 5 bis 10 Prozent CO2-Äquivalent- und 30 Prozent Kosten-Reduktion geführt haben und demnächst auf Bezirkshauptmannschaften und Spitäler ausgedehnt werden, haben zu der hervorragenden NÖ Klimabilanz beigetragen, mit der dem Land einmal mehr eine Vorreiter-Rolle zukomme.

Neben der ökologischen Bildung – die „Erd- und Herdgeschichten“ etwa hätten bereits 4.300 Kinder erreicht – laufe auch der Klimabündnisschwerpunkt Bruck – Hainburg – Schwechat sehr erfolgreich, so Sobotka weiter. In den 26 Gemeinden mit 25.000 Haushalten seien bei einem Gesamtfördervolumen von 10 Millionen Schilling (726.728 Euro) von Seiten des Landes heuer 25 Umweltprojekte mit 3,5 Millionen Schilling (254.355 Euro) gefördert worden. Dieser Betrag habe sich verhundertfacht und Investitionen von 326 Millionen Schilling (23,69 Millionen Euro) nach sich gezogen. In Bruck entstehe z.B. eine eigene Klimasiedlung mit 200 neuen Niedrigenergie-Häusern.

Für das nächste Jahr kündigte Sobotka einen Verkehrsschwerpunkt für Gemeinden nach dem Muster der NÖ Verkehrsspargemeinde Langenlois an. In einer aus den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg, Kärnten und Wien gebildeten Arbeitsgemeinschaft zum Einsatz von Wohnbauförderungsmitteln für klimarelevante emissionsmindernde Maßnahmen stehen nach dem vorläufigen Zwischenergebnis bis 2002 3 Milliarden Schilling (218,01 Millionen Euro) mehr zur Verfügung, so Sobotka abschließend.


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