16.11.2001 | 00:00

Daten zur Bevölkerungsverteilung und -veränderung

In der Ostregion leben 42 Prozent der österreichischen Bevölkerung

Die im Zuge der Volkszählung 2001 ermittelten Daten, die nach wie vor Rohdaten sind, über die Bevölkerungsverteilung und Bevölkerungsveränderung standen am Mittwoch im Mittelpunkt eines Pressegespräches der Statistik Austria in Wien. So leben derzeit in den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Burgenland 3.390.740 Menschen oder 42 Prozent der insgesamt in Österreich gezählten 8.065.465 Personen, und zwar auf einer Staatsfläche von 28 Prozent. Niederösterreichs Bevölkerungsanteil liegt bei 1.549.658. Seit der Zählung im Jahr 1991 hat die Bevölkerung österreichweit um 269.679 zugenommen, den mit Abstand höchsten Zuwachs aller Bundesländer verzeichnete Niederösterreich mit 75.845. Interessant ist auch, dass in den vergangenen zehn Jahren die Bevölkerungszahl nur in den Bundesländern Salzburg und Niederösterreich stetig gestiegen ist, während es in den anderen Bundesländern immer wieder Rückgänge gab. Der österreichweite Bevölkerungszuwachs in den letzten zehn Jahren setzt sich zu drei Viertel aus Zuwanderungen (199.764 Personen) und zu einem Viertel aus dem Geburtenüberschuss (69.915) zusammen. Die größten Gewinner der Wanderungsbilanz sind die Stadtumlandgemeinden, insbesondere im Raum Wien.

Was die Bevölkerungsstruktur betrifft, kamen die Statistiker zum Ergebnis, dass auf 100 Männer 106 Frauen kommen, wobei bis zum Alter von 45 Jahren fast ausschließlich die Männer in der Überzahl sind, im höheren Alter jedoch die Frauen überwiegen. Zudem gibt es bereits jetzt 141.000 über 85-jährige in Österreich, laut Prognosen werden es 2021 208.000 und 2041 sogar 350.000 sein. Auch die Zahl der Ausländer hat in der letzten Dekade zugenommen. Waren es 1991 insgesamt 517.690, sind es 2001 bereits 730.239 (ein Plus von 41 Prozent), wobei der Großteil aus Jugoslawien (155.800 oder 21,3 Prozent), der Türkei (130.100 oder 17,8 Prozent) und Bosnien-Herzegowina (96.200 oder 13,2 Prozent) kommt. Der Ausländeranteil liegt österreichweit bei 9,1 Prozent, in Niederösterreich bei 6,2 Prozent. Die meisten Nebenwohnsitze gibt es in Niederösterreich (254.000), gefolgt von Wien (197.000), österreichweit sind es 835.187. Reklamationsanträge nach Paragraf 17 Meldegesetz liegen insgesamt 68.170 vor, wobei nahezu die Hälfte (32.700) in Wien eingebracht wurde.


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