22.10.2001 | 00:00

Bund mietet Altes Landhaus und Regierungsgebäude in Wien

Ministerin Ferrero-Waldner und LH Pröll unterzeichneten Vertrag

Das Bundesministerium für Äußeres wird voraussichtlich 2005 in die im Besitz des Landes Niederösterreich stehenden Wiener Häuser Herrengasse 11 und 13 einziehen, in jene Häuser, die bis 1997 Sitz der NÖ Landesregierung waren. Bundesministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll unterzeichneten heute im Marmorsaal des Hauses Herrengasse 11 einen Vertrag, der die Nutzung durch das Außenamt, die Miete und die Nutzungsmodalitäten festlegt.

Als „historische Stunde“ bezeichnete Landeshauptmann Dr. Pröll diesen Vertrag mit dem Bund. Er sei froh darüber, dass es zu einem Abschluss mit dem Bund kam, denn dadurch sei gewährleistet, dass die künftige Nutzung der Häuser im Einklang mit ihrer Geschichte stehe: 1513 wurde die Liegenschaft durch die Stände des Herzogtums Unter der Enns erworben, hier wurden die Erste und die Zweite Republik gegründet, hier wurde Geschichte europäischer Dimension geschrieben. Auch die Kultur war im Landhaus daheim: Franz Schubert und Ludwig van Beethoven konzertierten hier ebenso wie Franz Liszt. Für Niederösterreich sei es klar gewesen, dass mit der Übersiedlung der Landesregierung und der Landesverwaltung für die beiden Häuser, die als „Schaufenster Niederösterreichs“ weiterhin im Besitz des Landes bleiben sollten, eine adäquate Nutzung gefunden werden müsse. Dies sei jetzt gelungen.

Außenministerin Dr. Ferrero-Waldner zeigte sich befriedigt über den Vertrags-abschluss. Jetzt könne das Außenamt seine Tätigkeit, die bisher auf sieben Standorte aufgeteilt war, an einem Standort in zwei nebeneinander liegenden Häusern auf dem Wiener Minoritenplatz konzentrieren. Daraus ergebe sich auch für andere Bundesdienststellen eine Fülle von Synergieeffekten. Die Häuser würden künftig nach ihrer Rückseite hin geöffnet und die Bezeichnung „Minoritenplatz 7 und 8“ tragen. Man hoffe, nach dem Umbau der Häuser durch die „Via Dominorum“, der jetzt im Auftrag des Landes Niederösterreich mit einem Kostenaufwand von 520 Millionen Schilling (37,79 Millionen Euro) durchgeführt wird, schon im Jahr 2005 einziehen zu können.

Niederösterreich behalte sich, so Pröll, Erdgeschoß und 1. Stock des Landhauses (Herrengasse 13) zur eigenen Nutzung. Die Mieteinnahmen seien Teil der Leasingfinanzierung des Landhausviertels in St.Pölten.


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